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Mit neuer Formation auf Treppchenkurs

Marbach In einer Serie stellen wir die Teilnehmer am Corporate-Vierer-Rennen bei der Marbacher Ruderregatta vor. Teil 5: Das fortgeschrittene Quintett der Firma teamtechnik. Von Melanie Reh
 

Mannschaft wechsel dich. Wieder einmal ist das Team der Firma teamtechnik aus Freiberg am Neckar beim Corporate-Vierer-Rennen mit von der Partie und wieder einmal tritt es in neuer Formation an. "Wie üblich ging vor einigen Wochen eine Rundmail heraus und wie üblich hat sich so die Mannschaft gefunden", erklärt Mario Grasser. Er war bereits vor zwei Jahren erfolgreich dabei und möchte es nun mit seinen Kollegen Enrico Orel, Stefan Roßkopf und Roland Friedrich abermals aufs Treppchen - am besten natürlich auf·s oberste - bei den "Fortgeschrittenen"-Startern schaffen. "Wir haben nach den vielen Erfolgen in den vergangenen Jahren schon einen gewissen Anspruch", bestätigt Roßkopf kopfnickend.

Dabei hat Roßkopf selbst noch überhaupt nie an einem Rennen teilgenommen. Gerudert hat er dennoch schon. "Ich habe damals sozusagen das firmeneigene Boot eingerudert", berichtet er stolz. Das Boot des Hobbyteams ist ihm also bekannt, die Wettkampfatmosphäre noch nicht, aber das stört ihn wenig. Hastig muss er jetzt erst einmal seinen Kollegen hinterher rennen. Denn die haben bereits die Skulls am Steg bereit gelegt und warten nur auf ihn, um das Boot aus dem Bootshaus zu holen.

Wie die Profis tragen sie das gute Stück dann hochmotiviert und guter Laune gen Neckar. Das Team scheint es wirklich kaum erwarten zu können, endlich wieder übers Wasser zu paddeln. Und auf dem Trockenen scheint ja immerhin schon alles perfekt zu harmonieren und funktionieren: Vom Tragen bis hin zum Absetzen des Boots im Wasser und dem Montieren der Skulls wirkt es wunderbar organisiert. So fragt Steuerfrau Elke Hildebrandt schon nach wenigen Minuten: "Klappt das Abstoßen noch?" Orel, der bereits im vergangenen Jahr im Boot saß, nickt hastig, Grosser stimmt zögernd zu und Roßkopf lässt es sich lieber doch noch einmal erklären. Danach kann es endlich losgehen.

"Mannschaft stößt... ahhhh!", ruft Hildebrandt mit wackeliger Stimme und der Steg bebt gleichermaßen mit. Alles schaukelt, alle schwanken. Überhastig hat der letzte Mann im Boot zu früh abgestoßen. Doch der Rest des Teams kann - natürlich dank der bisherigen Erfahrungen - den Sturz ins Wasser verhindern und das Boot am Steg halten. "Erst beim "ab" abstoßen", erinnert die Steuerfrau lachend aber mit erhobenem Finger. Dann gibt sie erneut das Kommando: "Mannschaft stößt... ab!" Und dieses Mal läuft es perfekt. Die vier Maschinen- und Anlagenbauer nehmen Platz, sortieren die Skulls, atmen noch einmal tief durch und machen einige Züge.

Die ersten gemeinsamen Minuten scheinen leicht ungewohnt zu sein, doch schnell harmonisiert die Mannschaft auf dem Wasser ebenso eingespielt wie an Land. Die Schläge werden kräftiger und gleichmäßiger und das Ruderboot immer schneller. Nach einer guten Viertelstunde zieht der teamtechnik-Vierer bereits sehr zügig am Ruderverein vorbei. Nach einer halben Stunde rudern sie wie die Profis auf und ab, denn auch das Wenden verläuft stets problemlos. Die Mannschaft blickt mit erfreuten Gesichtern ans Ufer, als ob sie sagen wollen: "Zieht euch warm an, wir sind wieder auf Treppchenkurs."





07.09.2010 - aktualisiert: 07.09.2010 06:12 Uhr

 






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