FC Marbach ist auf der Suche nach seinem Weg
Der Marbacher Calogero Bonsigniore ist im Urlaub.
Avanti/Ralf Poller
Den eigenen Weg zu finden ist manchmal gar nicht so einfach. Auf der Suche nach eben diesem befinden sich derzeit auch die Bezirksliga-Fußballer des FC Marbach.
"So richtig haben wir ihn noch nicht gefunden", sagt FC-Trainer Charly Hayta kurz vor dem zweiten Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den Aufsteiger TSV Flacht.
Drei Pflichtspiele haben die Schillerstädter absolviert, heraus kam bislang lediglich ein Punkt: Nach dem 1:3 im ersten Ligaspiel gegen den TSV Eltingen folgte eine peinliche 1:2-Niederlage im Bezirkspokal beim B-Ligisten SKV Eglosheim. Am Mittwoch reichte es trotz bester Chancen und einer zwischenzeitlichen Führung gegen die Zweite der SpVgg Ludwigsburg nur zum 2:2. "Wir verwerten unsere Möglichkeiten einfach noch nicht gut genug", moniert Hayta, der am Sonntag gleich auf drei Offensivkräfte verzichten muss. Tim Scheuerle, Michael Striegel und Calogero Bonsigniore (alle drei im Urlaub) werden nicht dabei sein. Vor allem Letzterer wird ein Loch hinterlassen und der Mannschaft fehlen, ist der Trainer überzeugt. "Er hat zuletzt in jedem Spiel getroffen", sagt er.
Vermissen lassen hat das Team zuletzt aber auch die Konzentration über die gesamte Spielzeit. "Die erste Halbzeit war immer gut, aber danach haben wir nachgelassen", ärgert sich Charly Hayta und hofft, dass vor allem in der Abwehr eine Steigerung gegen Flacht zu sehen ist. "Dort haben wir Nachholbedarf." Fünf Gegentore in zwei Punktspielen sagen alles. Das Problem dürfte der Aufsteiger aus Flacht kennen. 3:6 Tore stehen beim TSV zu Buche, eine ähnliche Bilanz wie bei den Schillerstädtern. Jedoch haben sie anders als die Marbacher ihre beiden Auftaktspiele verloren. "Sie sind noch in der Eingewöhnungsphase", sagt Charly Hayta, der vom gegnerischen Team jedoch kaum etwas weiß. Klar ist ihm trotz allem aber eine Sache: "Einen leichten Gegner gibt es in der Bezirksliga nicht."
Das ist auch Kurt Kratochwil, dem Trainer des TSV Benningen, bewusst. Zumal für seine Aufstiegs-Mannschaft jede Partie einem Endspiel gleicht. Mit dem TSV Eltingen gastiert am dritten Spieltag jedoch gleich auch noch eine Spitzenmannschaft bei den Weiß-Schwarzen. "Das Team hat starke Spieler in seinen Reihen. Sie haben sogar einen türkischen Zweitliga-Spieler verpflichtet", weiß Kratochwil. Bereits vergangene Saison wollte Eltingen aufsteigen, verpasste den Sprung in die Landesliga dann aber nach einer Schwächephase am Ende der Runde. In diesem Jahr möchte die Mannschaft erneut angreifen. Mehr als über einen Punktgewinn denken die Benninger deshalb gar nicht erst nach. "Das wäre schon gut", sagt der TSV-Coach und merkt an: "Wir wissen, was auf uns zukommt. Eltingen gehört zu den besten drei Teams der Liga. Einen Punkt zu ergattern wäre das Beste." Auf Konter wollen die Hausherren deshalb warten, mit Sicherheit nicht offensiv agieren, wie der Trainer sagt. Mit Marc Eisenmann, den eine Sprunggelenksverletzung plagt, und Marco Willi, der an einer Prellung am Spann laboriert, fallen wie in der Vorwoche gleich zwei Innenverteidiger aus. Mikey Ölmez und Daniel Belosevic sollen deren Plätze wieder einnehmen. "Die haben ihre Sache bislang gut gemacht", lobt Kurt Kratochwil, der außerdem noch auf Dominik Zikofsky (Urlaub) verzichten muss.
Personell einiges ändern wird sich am Sonntag beim GSV Pleidelsheim, nachdem die Mannschaft in den vergangenen beiden Partien die Sicherheit in der Defensive hat vermissen lassen. Das Team um Trainer Matthias Schmid muss zum TSV Merklingen und will dort endlich den ersten Dreier in der noch jungen Saison einfahren. Dass das schwer wird, dessen sind sich in Pleidelsheim aber alle bewusst. "Merklingen ist eine sehr kampfstarke Truppe, die sich nie aufgibt", weiß Schmid aus Erfahrung.
Vergangene Saison führte sein Team im Hinspiel bereits mit 3:0, musste sich am Ende aber noch mit einem 3:3 begnügen. "Die haben Moral", sagt der GSV-Trainer und fordert eben genau diese nun auch von seiner Mannschaft. "Von vielen Leistungsträgern kam im letzten Spiel einfach zu wenig", sagt er und ärgert sich vor allem darüber, dass jeweils zwei Tore nicht zu einem Sieg reichten. "Das muss es bei einer Spitzenmannschaft", sagt Schmid und baut deshalb auf einige personelle Änderungen. Wie die aussehen werden will er aber erst kurz vor Anpfiff bekannt geben. Marc Riedel und Saverio Ciriolo fehlen jedenfalls weiterhin rotgesperrt und Michel Kowalski wegen einer Knochenhautentzündung. Zum Team stoßen wird dafür wieder Torhüter Jens Krüger.
Von Julia Spors
03.09.2010 - aktualisiert: 03.09.2010 17:35 Uhr