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Mit Selbstbewusstsein ganz oben an die Spitze

Mundelsheim In ihre vierte Saison seit der Gründung des Vereins gehen in der Kreisliga C2 Enz-Murr die Sportfreunde Mundelsheim 06. Diesmal will man es wissen: "Unser Ziel ist der Aufstieg", erklärt Spielertrainer Davide Pusceddu, der aus Marbach kam. Von Marek Lantz
 

Mutig ist man in diesem Jahr bei den Sportfreunden geworden. "Wir haben individuell gute Spieler. Die Qualität, um auch eine Klasse höher zu spielen, ist vorhanden", ist Vorstand Andreas Schnörr überzeugt. Das neu gewonnene Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr, sondern hat konkrete Hintergründe. In der Vorsaison musste die Mannschaft noch über weite Phasen das Training selbst organisieren, da der eigentlich vorgesehene Übungsleiter ausfiel. "Da gingen dann zwangsläufig die Disziplin und der Zug in den Einheiten verloren", denkt Schnörr, der neben seiner Vorstandstätigkeit auch in der Abwehr einen Stammplatz innehat, zurück. In der Kreisliga C2 reichte es daher nur zu einem sechsten Platz mit 26 Zählern bei einem nahezu ausgeglichenem Verhältnis von Siegen und Niederlagen, womit der Verein in etwa das Vorjahresergebnis wiederholte. Mit dem Ex-Marbacher Davide Pusceddu hat man jetzt jedoch einen Spielertrainer gewonnen, dem zuzutrauen ist, dass er aus der Mannschaft noch einiges mehr herausholt.

Der 32-Jährige kommt ursprünglich aus der Jugend des GSV Pleidelsheim, stürmte in seiner aktiven Zeit in der Verbandsliga für den SGV Freiberg und die Spvgg. 07 Ludwigsburg, war maßgeblich an den Aufstiegen des heutigen Landesligisten FV Ingersheim beteiligt, bevor er vergangene Saison zum FC Marbach wechselte. Dort verletzte er sich schwer und fiel fast ein ganzes Jahr aus. Da sein Knie den Ansprüchen höherklassigen Fußballs nicht mehr standhält und er ohnehin eine Trainerkarriere anstrebte, erfolgte jetzt der Schritt nach Mundelsheim.

Dort ist man heilfroh über den neuen Coach. "Er hat schon in der Vorbereitung ordentlich Disziplin in die Mannschaft gebracht. Viele Übungen sind für uns völlig neu und machen richtig Spaß. Das ist sicherlich das beste Training, das wir je hatten", erklärt Schnörr. Auch Pusceddu ist mit den ersten Wochen zufrieden: "Ich habe mich sehr auf die Aufgabe gefreut und bislang läuft es optimal. Im Training ziehen alle mit", erzählt er. Was das Spielsystem angeht, will Pusceddu am 4-4-2 mit der bei den Sportfreunden bereits praktizierten Viererkette festhalten. "Für die Kreisliga C ist das zwar ungewöhnlich und vielleicht auch nicht ganz optimal, aber erst einmal will ich da nichts ändern", sagt der neue Spielertrainer.

Auf der Torwartposition lieferten sich in der Vorbereitung Pascal Widmann und Neuzugang Tizian Trölsch ein enges Rennen. "Da weiss ich noch nicht, wie ich mich entscheide", grübelt Pusceddu noch. Dagegen sind im Abwehrverbund bereits einige Plätze vergeben. Alexander Jäger und die beiden Vereinsvorstände Schnörr und Thomas Harsch sind wohl gesetzt. "Mit ihren Posten hat das aber nichts zu tun", lacht der Trainer und stellt klar: "Alle drei sind absolute Führungsspieler." Im defensiven Mittelfeld setzt er große Hoffnungen in den erst 18-jährigen Neuzugang Matthias Lück, der nach dreijähriger Spielpause wieder dem Ball nachjagen will. "Er ist sehr zweikampfstark und kann auf der Sechser-Position seinen Weg gehen. Ich bin froh, dass wir ihn bekommen haben", freut sich Pusceddu, der sich selbst als Spieler auch eher im Mittelfeld einplant. Zudem stehen für diesen Mannschaftsteil mit Paulo und Marco Blangiardo, die jedoch beide noch Trainingsrückstand aufweisen, Yusuf Bostan und Niyazi Güzer langjährige verlässliche Größen zur Verfügung. Gespannt darf man sein, wie sich Neuzugang Manuel Reimer entwickelt. Der Endzwanziger spielte zu A-Jugend-Zeiten in Marbach in der höchsten Spielklasse, hat aber zehn Jahre lang keinen organisierten Fußball mehr betrieben. "Er muss erst einmal den Anschluss finden", gibt ihm Pusceddu Zeit. Im Angriff geht schließlich an Sportfreunde-Torjäger und Rekordtorschütze Simon Rembold kein Weg vorbei. "Er ist definitiv gesetzt", bekräftigt der Trainer.

Zumindest in der Auftaktpartie, die am Sonntag (15 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den hoch eingeschätzten SV Poppenweiler II ansteht, wird Pusceddu seinem Topangreifer nicht die Bälle persönlich auflegen können. "Im ersten Spiel werde ich selbst nicht auflaufen. Da will ich mir erst einmal von draußen ein Bild machen", kündigt er an. Man darf gespannt sein.





03.09.2010 - aktualisiert: 03.09.2010 06:11 Uhr

 






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