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Gesundheitstag bietet Wissen über die Prostata

von Schaewen

Oberstenfeld Referenten stellen sich den Fragen und klären über Vorbeugung und Behandlungsmethoden auf. Von Oliver von Schaewen
 

Die Diagnose Prostatakrebs trifft bundesweit jährlich 59 000 Männer. Auch Peter Robertz hat vor acht Jahren von seiner Krankheit erfahren. "Je eher man sie feststellt, desto größer die Heilungschancen", sagt der Leiter der Selbsthilfegruppe im Bottwartal. Früh erkannt, sei der Prostatakrebs heilbar und bei einer optimalen Behandlung mit einer ganz normalen Lebenserwartung verbunden, erklärt der 66-Jährige.

Robertz will etwas gegen die Trägheit der Männer bei der Vorsorge tun. "Nur jeder Vierte nimmt die jährliche Krebs-Früherkennung in Anspruch." Jeder Fünfte sage, Früherkennung betreffe ihn nicht. Der Heilbronner, der viele Jahre in Oberstenfeld gelebt hat, will mit einem Gesundheitstag im Bürgerhaus der Bottwartalkommune gegensteuern. Alle zwei Jahre veranstaltet Robertz dort den Tag, zu dem Interessierte, aber auch Erkrankte bei freiem Eintritt kommen können.

Das Programm hat Peter Robertz bei der vierten Auflage so gestaltet, dass die Referenten nicht mit langen Vorträgen aufwarten, sondern in erster Linie auf Fragen antworten sollen. Nach der Begrüßung am Samstag, 18. September, um 10 Uhr im Bürgerhaus wird zunächst der Film "Perspektiven durch Beobachten" gezeigt. Um etwa 10.45 Uhr beginnt die Podiumsdiskussion mit Dr. Birgit Wohland-Braun, der Leiterin des Krebsverbandes Baden-Württemberg, Dr. Carole Britsch, Fachärztin für Urologie aus Oberstenfeld, Professor Dr. Jens Rassweiler, Leiter des Prostatakarzinomzentrums Heilbronn-Franken sowie Chefarzt Dr. Andreas Jurczok, Leiter des Prostatakarzinomzentrums des Klinikums in Ludwigsburg. Von 12.15 Uhr an stehen die Ärzte für die Beantwortung ganz persönlicher Fragen zur Verfügung.

Auf guten Rat sind die Erkrankten angewiesen. Denn keine andere bösartige Tumorerkrankung eröffnet Patienten und Ärzten eine größere Vielfalt an Behandlungsmethoden. Peter Robertz will helfen, die Informationsflut, auch durch das Internet, zu bewältigen. Eine Grundlage der Entscheidung liefere der Urologe, der den Patienten mit Prostatakarzinom lebenslanger Partner, Berater und Vertrauter sein sollte. In zwei Situationen müsse der Patient mit dem Arzt besonders schwerwiegende Entscheidungen treffen: Zum Anfang der Therapie, wenn es darum geht, entweder operiert oder bestrahlt zu werden, oder ob eine Hormontherapie eingeleitet werden soll. Aber auch wenn Standardverfahren nicht den erhofften Erfolg bringen, ist eine Entscheidung fällig.

Veranstaltung Der 4. Oberstenfelder Männer-Gesundheitstag findet am Samstag, 18. September, von 10 bis 13 Uhr im Bürgerhaus statt.





03.09.2010 - aktualisiert: 03.09.2010 11:25 Uhr

 






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