Drucken


Der Funke lässt noch etwas auf sich warten

Der GSV Höpfigheim vor der Saison 2010/2011.
Avanti

Steinheim-Höpfigheim Die Vorbereitung ist nicht optimal gelaufen beim Kreisliga B-Vertreter GSV Höpfigheim. Dennoch hat sich das Team für die kommende Runde einiges vorgenommen. Jedoch geht es am Sonntag (15 Uhr) gleich zu einem Titelaspiranten. Von Julia Spors
 

Es gibt Dinge, die klappen auf Anhieb, aber auch Dinge, die brauchen einfach ihre Zeit. Mit Letzterem kennt sich der GSV Höpfigheim gut aus, ist im Lager des Kreisliga B-Vertreters derzeit noch Geduld gefragt. "Wir sind noch nicht richtig eingespielt", erklärt Trainer Markus Gross kurz vor dem Rundenauftakt am Sonntag (15 Uhr) gegen DITIB Ludwigsburg. "Die Mannschaft braucht einfach etwas Zeit", merkt Neuzugang und zugleich Rückkehrer Jörg Müller an, sagt aber auch: "Ich bin sicher, wir kriegen das rechtzeitig gebacken." Vier A-Jugendliche sowie drei weitere Neuzugänge hat das Team in die Gemeinschaft zu integrieren. Ohne immer verfügbaren Sportplatz ist das gar nicht so einfach. "Wir müssen oft ausweichen. So richtig Routine kommt da nicht auf", erklärt Müller, der zukünftig im defensiven Mittelfeld für Stabilität sorgen soll. "Es funkt noch nicht richtig. Aber das wird", ist sich auch Trainer Gross sicher. Denn dass er Qualität im Kader hat, ist unumstritten.

Im Tor baut der Coach auf den 20-jährigen Tim Sackmann, der bereits vergangene Runde Stammtorhüter war. Als zweiter Rückhalt steht Felix Kraft bereit. Davor sollen Björn Göhrich, Remy Bauer, Benjamin Schütz, Bastian Prieschl und Max Zeisler sowie die zwei A-Jugendlichen Denis Hüttig und Alexander Gyurkovich Gegentore verhindern. Vor allem Prieschl soll dabei Verantwortung übernehmen. "Einen richtigen Führungsspieler haben wir nicht im Team, deshalb müssen einige Spieler gemeinsam das Zepter in die Hand nehmen", erklärt Gross. Neuzugang Jörg Müller und den Angreifer Benjamin Baeck, der meist als hängende Spitze agieren soll, meint der Trainer damit. Kapitän Michael Nafzger lässt Markus Gross bei diesen Planungen erstmal außen vor. Der Stürmer laboriert noch an einem Bänderriss im Sprunggelenk und wird voraussichtlich erst im Laufe der Vorrunde ins Geschehen eingreifen können.

Fraglich ist in diesem Zusammenhang auch, ob Bruder Sebastian Nafzger im GSV-Trikot auflaufen kann. "Er muss in der Vorrunde vielleicht beruflich ins Ruhrgebiet", erklärt der Coach und sagt: "Das wäre eine große Schwächung für uns. Er hat die vergangenen Jahre am meisten getroffen." Gut aufgelegt in der Spitze hat sich in der Vergangenheit aber auch Stephan Müller präsentiert. In der abgelaufenen Runde traf er alleine 13 Mal. Ganze 20 Mal versenkte Michele Paoletta vergangene Saison den Ball in der Kreisliga B2 im Netz. Der Neuzugang von TuS Freiberg hat in der Vorbereitung jedoch mehrmals beruflich gefehlt. "So richtig habe ich mir noch kein Bild von ihm machen können", berichtet Markus Gross, der auch den A-Jugendlichen David Sehn und Philipp Weikle eine Chance geben will. "Ich traue den beiden den Sprung zu", sagt er.

Im Mittelfeld setzt der GSV neben Christian Tschirschwitz, Steffen Dambach oder Fabian Sperr auf die beiden Neuzugänge aus Kirchberg. "Jörg Müller schätze ich als Garant, als Abräumer ein. Vor allem bei Standards ist er gut", sagt der Höpfigheimer Coach. Im rechten Mittelfeld agiert Matthias Mägerle. Ebenso wie Müller war er bereits in Höpfigheim, gehörte vor fünf Jahren zur Aufstiegsmannschaft, die es in die Kreisliga A schaffte. Dort soll es wieder hingehen. Jedoch noch nicht überstürzt in diesem Jahr. Oben mitspielen lautet das Ziel, mit dem Abstieg nichts zu tun haben möchte die Mannschaft. Außerdem sollen die A-Jugendlichen richtig integriert werden. Die Maßnahme läuft, zum Rundenauftakt soll es dann aber richtig funken.





01.09.2010 - aktualisiert: 01.09.2010 12:06 Uhr

 






nach oben