Großaspach/Affalterbach Beim 1:5 gegen den FSV Frankfurt ist ein Klassenunterschied deutlich zu erkennen gewesen. Von Simon David
Eine knappe halbe Stunde hielt Sonnenhof gut mit. Zwar hatte der Zweitligist mehr Spielanteile, doch kamen die Großaspacher einige Male vor das Tor des FSV. In der 11. Minute hätte die SG sogar sensationell in Führung gehen können, doch Abedin Krasniqi konnte eine Hereingabe von Simon Frank nicht verwerten.
Mit der Abwehrleistung seiner Mannschaft war Trainer Alexander Zorniger in der Anfangsphase der Partie sehr zufrieden - bis zur 27. Minute. Ausgerechnet Mannschaftskapitän Dennis Grab brachte sein Team durch ein Eigentor in Rückstand, als er in eine Hereingabe des Frankfurters Andreas Dahlen hineingrätschte und den Ball unhaltbar für Torwart Christopher Knett abfälschte. Damit war der Bann gebrochen. Nur drei Minuten später kassierte der Regionalligist das 0:2. Knett war zu weit aus dem Tor herausgeeilt, als Jürgen Gjasula aus zwanzig Metern abzog. Eine Minute vor dem Seitenwechsel schenkte Gjasula den Großaspachern noch ein Tor ein. Nachdem er sich gegen mehrere Sonnenhof-Akteure durchgesetzt hatte, nahm er aus sechzehn Metern Maß und versenkte den Ball erneut im Tor der SG. "In der ersten halben Stunde war ich zufrieden mit der Leistung meiner Abwehr", sagte Zorniger. "Dann sind wir aber regelrecht eingebrochen. Die drei Gegentore in so kurzer Zeit haben uns total verunsichert - und Angst ist kein guter Ratgeber."
Auch nach dem Seitenwechsel konnte die SG zunächst nicht recht Tritt fassen. Der Zwei-Klassen-Unterschied der Gegner war deutlich erkennbar. Die Frankfurter spielten das Sonnenhof-Team beinahe schwindelig. Als Sascha Mölders in der 53. und Mike Wunderlich in der 59. Minute auf 5:0 erhöhten, sah es nach einem Debakel für die Elf von Alexander Zorniger aus.
Doch der FSV schaltete danach einen Gang zurück, ohne das Heft aus der Hand zu geben. Immerhin kam der Regionalligist zu ein paar Konterchancen. Bei einer dieser Gelegenheiten kamen die Gastgeber zu ihrem Ehrentreffer. Shiprim Binakaj köpfte in der 72. Minute eine Hereingabe von Martin Cimander zum 1:5 ins Frankfurter Gehäuse. "Für uns war es wichtig, gegen eine so starke Mannschaft zu spielen, die uns unsere Schwächen deutlich macht", meint Zorniger. "Bis zum Saisonstart haben wir noch anderthalb Wochen Zeit, um an unseren Schwächen zu arbeiten."
29.07.2010 - aktualisiert: 29.07.2010 06:07 Uhr
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