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Mini-Nein zu Stuttgart21

Remseck Bevor die Bahn in Hochberg ein Biotop als Ausgleich anlegt, soll sie mit der Stadt reden.
 

Mit einem herzhaften und einstimmigen "Nein, aber" hat sich der Remsecker Gemeinderat am Dienstagabend gegen einen Teil der Pläne für Stuttgart 21 gewandt. Als ökologischen Ausgleich für die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm hatte die Bahn am Neckarufer des Remsecker Ortsteils Hochberg ein rund vier Hektar großes Biotop geplant. Allein: das Unternehmen hatte offenbar vergessen, die Stadt vorher zu konsultieren.

Mit dem Votum habe der Gemeinderat deutlich gemacht, "dass die Bahn nicht einfach über unser Gelände verfügen kann", sagt der Oberbürgermeister Karl-Heinz Schlumberger. Die Stadt habe am Neckar bereits andere Pläne, für die sie sich unter anderem EU-Fördermittel gesichert hatte. Rein rechtlich befindet sich die Stadt in einer schwachen Position. Über den Protest zu entscheiden hat letztlich das Eisenbahnbundesamt. Doch bis zur höchsten Eskalationsstufe einer Enteignung von Landwirten und der Stadt wird es wegen des geplanten Fischlaichgewässers mit Sicherheit nicht kommen. "Wir warten jetzt auf ein Signal von der Bahn", sagt Schlumberger. Wenn man gemeinsam einen anderen Platz für ein Öko-Projekt finde, "dann wären wir ja blöd, wenn wir uns so etwas entgehen lassen würden".

Die Bahn hat bisher noch keine Kommunikationspanne zugegeben. Üblicherweise würden solche Pläne frühzeitig abgesprochen. Aufgrund der Größe des Gesamtprojektes sei die Pannensuche schwierig. mk





29.07.2010 - aktualisiert: 29.07.2010 06:07 Uhr

 






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