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Autowellness Glosse

Haarig In Hemmingen entscheidet die Körperpflege über die Gestaltung der Verkehrswege. Von Daniel Völpel
 

Freiheit für die Kopffrisur! Mit dieser urliberalen Forderung hat sich in Hemmingen nun die FDP-Gemeinderätin Barbara von Rotberg durchgesetzt. Sie hatte vor einigen Wochen im Verwaltungsausschuss beantragt, die Parkzeit vor einem Geschäftshaus in der Münchinger Straße von einer auf zwei Stunden zu verlängern. Von Rotbergs Begründung: sie müsse sonst beim Frisörbesuch immer mit nassen Haaren zum Auto rennen.

Wenn in Hemmingen nun die Körperpflege über die Verkehrswege entscheidet, sind weitere Änderungen unabdingbar: Die weiß-rot umrandeten Rasierspiegel an Straßeneinmündungen müssen tiefer gehängt werden. Sonst bleiben Bartstoppeln stehen. Die Schranken am Übergang über die Strohgäubahn sollten immer fünf Minuten länger geschlossen bleiben, damit für die Autofahrer genug Zeit zum Schneiden der Fußnägel bleibt. Creme- statt Blumentöpfe in den verkehrsberuhigen Zonen sorgen für einen geschmeidigen Verkehrsfluss. Zugelassen werden nur noch Massage-Roller, die Schlaglöcher genauso effektiv beseitigen wie Orangenhaut. Vorsicht gilt wegen eventueller Babyöl-Spuren auf der Fahrbahn. Die Gemeinde allerdings darf künftig keine Raser mehr blitzen. Die haben nur eine Gurkenmaske auf den Augen.

29.07.2010 - aktualisiert: 29.07.2010 06:07 Uhr

 






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