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Die Grundstücke im Mischgebiet erweisen sich als Sorgenkind

Großbottwar Um null auf null herauszukommen, muss die Stadt noch sechs Bauplätze am Harzberg verkaufen. Von Christian Kempf
 

Immer wieder kamen zuletzt im Großbottwarer Gemeinderat die Bauplätze im Gebiet Harzberg zur Sprache. Wie die Areale besser vermarktet werden können und wie es damit weitergehen soll, sind Fragen, die das Gremium beschäftigen. Zunehmend schwingt dabei die Sorge mit, dass die ganze Angelegenheit letztendlich zu einem Zuschussgeschäft wird. Das ist dann der Fall, wenn die noch übrigen sechs Grundstücke nicht bis Oktober 2011 an den Mann gebracht sind. Von diesem Zeitpunkt an rutscht die Kommune in die roten Zahlen. Die weiter auflaufenden Zinsen für den Kredit, der den Kauf und die Erschließung der Flächen am Harzberg vor gut zehn Jahren möglich machte, würden dann für ein Minus sorgen. Umgekehrt könnte die Kommune noch einen Gewinn einstreichen, wenn alle Areale vor dem Stichtag vermarktet werden.

Der Bürgermeister Ralf Zimmermann ist zuversichtlich, dass genau das gelingen wird - oder man am Ende zumindest null auf null herauskommt. Problematisch gestaltet sich aus seiner Sicht nicht die Vermarktung des gesamten Neubaugebiets. Die "Sorgenkinder" seien allein vier Flächen, die an der Kleinaspacher Straße liegen und als Mischgebiet ausgewiesen sind. "Dort läuft es sehr schleppend", räumt der Rathauschef ein. An dieser Stelle dürfe nur gebaut werden, wenn auch ein Gewerbe angemeldet werde - also beispielsweise ein Steuerberater sein Büro dort unterbringt. Eine Erschwernis sei zudem, dass die Grundstücke zwischen 680 und 800 Quadratmeter groß sind. "Das ist doch recht ordentlich", sagt Ralf Zimmermann. Außerdem betrage der Kaufpreis 280 Euro pro Quadratmeter. "Wir müssen uns Gedanken machen, ob diese Summe die richtige ist", erklärt der Rathauschef.

Bei der Einordnung dieses Betrags könnte ein Blick in die Nachbarschaft helfen. In Oberstenfeld ist es so, dass sich der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei etwa 270 Euro bewegt, wie Bauamtsleiter Volker Wanner berichtet - wohlgemerkt in reinen Wohngebieten. Areale in Mischgebieten seien derzeit nicht im Angebot. Das gilt auch für Steinheim. Dort gebe es generell nicht mehr so viele Bauplätze in städtischer Hand, sagt Bauamtsleiter Gerhard Metzger. "Die Nachfrage ist aber da", betont er. Auch deshalb gehen Bauplätze im Horrenwinkel nicht für unter 380 Euro pro Quadratmeter weg. Am Harzberg sind es 320 Euro im reinen Wohngebiet. Aber diese Areale sind nach Einschätzung von Ralf Zimmermann auch nicht das Problem. In dieser Kategorie stehen noch zwei Plätze am Hermann-Neuffer-Weg zur Verfügung. Insgesamt seien auf dem ehemaligen Grundstück einer Gärtnerei 25 Bauplätze ausgewiesen worden. Der Verkauf habe 2003 begonnen.

Ziel sei es jetzt, die Vermarktung zu optimieren. Laut Kalkulation müssten für die Areale noch eine Millionen Euro erzielt werden. Falls dies nicht funktioniert, müsste der Betrag im Haushalt verrechnet werden. Denn finanziert wurde das ganze Projekt laut Zimmermann über "ein kreditähnliches Rechtsgeschäft" außerhalb des regulären Haushalts.





29.07.2010 - aktualisiert: 29.07.2010 06:06 Uhr

 






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