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Lichtenberg ganz im Zeichen des Reitsports

Hohe Konzentration und aufrechter Ritt sind auf der Ovalbahn gefragt gewesen.
Avanti/Ralf Poller

Oberstenfeld Am Wochenende hat das vierte offene Sportturnier für Islandpferde (OSI) am Lichtenberg stattgefunden. Erfreulich für die Veranstalter war, dass in jeder Endausscheidung mindestens ein Reiter des eigenen Gestüts vertreten war. Von Andreas Bender
 

Der ununterbrochen heftige Regen am Freitag, dem ersten Turniertag, hat den Helfern des Gestüts Lichtenberg alles abverlangt. Jedoch anders als gedacht. Mit Traktoren mussten sie massenweise Autos aus den Gräben ziehen. Schon dienstags waren viele ausländische Teilnehmer, großteils mit Wohnwagen, angereist. Reiter aus Italien, Luxemburg, Frankreich, England und der Schweiz fanden den Weg an den Lichtenberg und bereiteten ihre Pferde schon früh auf das Turnier vor. Am Freitag fanden dann die ersten Prüfungen statt, bei denen die Reiter mit nassen Bahnen und feuchten Klamotten zurecht kommen mussten. Und eben auch mit stecken gebliebenen Fahrzeugen. "Das Wetter hatte keinerlei Auswirkung auf die Wertungen der Sportrichter und tat der Stimmung überhaupt keinen Abbruch", zeigte sich Heike Böhm, die Leiterin des Gestüts Lichtenberg, erleichtert.

Am nächsten Tag ging es dann weiter mit den Vorausscheidungen. In allen Alters- und Leistungsklassen versuchten die Teilnehmer, die Sportrichter zu überzeugen. Ob bei der Viergang-, Fünfgang- oder der Töltprüfung: Die Sportler riefen, unter vollster Konzentration, ihr komplettes Gangrepertoire ab, um möglichst hohe Wertungen zu erzielen. Da das Turnier sogar als Qualifikation für die Deutsche Islandpferdemeisterschaft (DIM) und die Deutsche Jugend Islandpferdemeisterschaft (DJIM) diente, waren auch ausländische Sportrichter anwesend, um die Leistungen der Reiter zu bewerten. Am Ende des Tages standen die Teilnehmer der Endausscheidungen fest. Schluss war aber noch lange nicht, fand nach Einbruch der Dunkelheit der mit großer Spannung erwartete Mitternachtstölt statt, bei dem die Reiter nicht nur durch ein hohes Tempo im Tölt, sondern auch mit ihren Kostümen überzeugen mussten. Juliane Schmid, die auf dem heimischen Gestüt Lichtenberg reitet, erzielte die besten Wertungen und gewann den unter Scheinwerfen abgehaltenen Mitternachtstölt. Die darauf folgende "Dschungelparty" im aufwendig geschmückten Feststall bot allen Beteiligten die Möglichkeit, ausgiebig zu feiern.

Am Sonntag fanden dann die Highlights statt. Es standen die Finals der verschiedenen Prüfungen auf dem Programm. Viele Rad- und Motorradfahrer ließen es sich nicht nehmen, einen Einblick in den Reitsport zu gewinnen und machten einen Zwischenstop auf dem Hof. Erfreulich für Gestütsleiterin Heike Böhm war, dass die rund 30 Reiter ihres Gestüts großartige Leistungen zeigten. "In jedem Finale stand mindestens ein Reiter von uns, und viele haben sich für die DIM und die DJIM qualifiziert", hebt sie das gute Abschneiden ihrer Schützlinge hervor. So überzeugte beispielsweise Lisa-Marleen Karl in vielen Disziplinen und heimste mehrere Preise ein. Am Nachmittag stand dann noch das Kostümpaarreiten aus, bei denen die Reiter zu zweit auftraten und ihre aufwendigen Verkleidungen mit passender Musik präsentierten. Hierbei siegten Lina Neumann und Leonie Ehrle, ebenfalls vom Gestüt Lichtenberg, mit einer Darbietung von Tausend und eine Nacht.





27.07.2010 - aktualisiert: 27.07.2010 11:50 Uhr

 






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