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Eine Nische steht vor der Wiederbelebung

Thewes, Dominik

Marbach Der Verein zum Erhalt der Alexanderkirche und die evangelische Kirchengemeinde Marbach suchen den besten Entwurf für die Gestaltung der Ölbergszene an der Südseite des Gotteshauses.
Von Elke Evert
 

Im Mittelpunkt der diesjährigen Mitgliederversammlung des Vereins zum Erhalt der Alexanderkirche am Mittwoch, 17. März, wird vor allem das Thema Ölbergnische stehen. Mit Spannung erwarten die Mitglieder das Ergebnis des von der evangelischen Kirchengemeinde Marbach in enger Kooperation mit dem Verein ausgeschriebenen Wettbewerbs zur "Wiederbelebung" dieser Ölbergszene an der Südseite der Alexanderkirche.
Fünf Künstler aus der näheren und weiteren Umgebung wurden angeschrieben und um ihre kreativen, aber immer umsetzbaren Ideen und Vorschläge gebeten: Christoph Feuerstein (Neckarsteinach), Kurt Tassotti (Mühlacker-Senkach), Andrea Wörner (Schiltach), Joachim Sauter (Stuttgart) und Michaela Fischer (Ilsfeld-Auenstein) erhielten gleichlautende Unterlagen mit detaillierten Informationen zum Objekt, einer näheren Beschreibung der künstlerischen Aufgabe zur biblischen Szene am Ölberg und zur theologischen Botschaft ihrer Darstellung.

Die 13-köpfige Begutachter-Kommission, hochrangig besetzt mit Vertretern der evangelischen Kirchengemeinde Marbach, der evangelischen Landeskirche Württemberg, dem Denkmalamt, der Stadt Marbach und des Vereins zum Erhalt der Alexanderkirche erwartet einen zeitgenössischen künstlerischen Beitrag zu der stets zeitlosen Thematik der Ölbergszene. Dabei will man den Künstlern freie Hand lassen in der Wahl ihrer Darstellung. So ist eine Lösung mit einer Einzelskulptur ebenso möglich wie eine Skulpturengruppe.

Nur in der Wahl des Materials ist man vorsichtig und besteht auf absoluter Witterungsbeständigkeit: Bronze käme dabei ebenso in Betracht wie Naturstein oder Steinguss, wobei am Ende selbstverständlich auch die Kosten für das Projekt eine Rolle spielen werden. Nun hofft man in Marbach, dass mit dieser Wiederbelebung der Ölbergnische endgültig der künstlerische Schlusspunkt hinter die im September 1997 begonnene aufwendige Sanierung der Alexanderkirche gesetzt werden kann. Mit der Sicherung der Ölbergnische vor Vandalismus und Schmierereien durch ein kunstvoll geschmiedetes Schutzgitter begannen bereits im Jahr 2007 die gedanklichen Vorarbeiten für das jetzt bevorstehende Vorhaben.

Auch wenn es dem Restaurator Peter Volkmer in mühevoller Kleinarbeit nicht gelingen konnte, die nur noch fragmentarisch erhaltene Wandbemalung wieder ganz sichtbar zu machen, weil einfach viel zu viel zerstört war, um eine Authentizität wiederherzustellen, soll die Ölbergszene als wesentliche Schlüsselszene im christlichen Glauben und im Leben von Jesus alle Besucher der Marbacher Alexanderkirche zum Betrachten, Verweilen und Innehalten einladen.

10.03.2010 - aktualisiert: 10.03.2010 14:01 Uhr

 






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