Murr Für die neunte Auflage des legendären Cross-Duathlon-Wettbewerbs sind Schnee und Matsch angekündigt. Felix Schumann vom Ejot Team Buschhütten gilt als Favorit auf den Sieg, doch die Lokalmatadoren vom Team Silla Hopp rechnen sich Chancen aus. Von Henning Maak
Einen echten "Dirty Racer" schreckt so etwas nicht ab, im Gegenteil: Die Anmeldezahlen deuten auf einen neuen Teilnehmerrekord hin. "Bisher sind rund 165 Starter registriert", erklärt Achim Seiter vom veranstaltenden Team Silla Hopp. Bis zu 250 Teilnehmer würde das Starterfeld verkraften, meint Seiter. Immer größerer Beliebtheit erfreut sich der Staffel-Wettbewerb, bei dem sich zwei oder drei Athleten das Dirty Race teilen. "Nach vier Staffeln im Vorjahr liegen 2010 schon mehr als zehn Voranmeldungen vor", sagt Seiter.
Als hoher Favorit auf den Sieg wird Felix Schumann vom Ejot Team Buschhütten gewettet. Der ehemalige mz3athlon-Sieger gilt als hervorragender Läufer und sehr guter Radfahrer. "Obwohl er Triathlet ist, könnte er auch bei einem Mountainbike-Rennen um den Sieg mitfahren", schätzt Seiter. Verletzungsbedingt nicht dabei ist Titelverteidiger Tim Lange vom TC Fiko Rostock, der im Vorjahr bei seiner Dirty-Race-Premiere auf Anhieb das oberste Siegertreppchen besteigen durfte. Wegen einer Verletzung ebenfalls abgesagt hat der Deutsche U23-Meister Sebastian Kienle vom Tri-Team Heuchelberg, der das Dirty Race in den Jahren 2007 und 2008 für sich entscheiden konnte.
Siegchancen räumt Achim Seiter auch Johannes Moldan vom FC Dörlesberg ein, der im vergangenen Jahr als Vierter das Siegerpodest knapp verfehlte. "Er wird vom Vater des zweifachen Ironman-Gewinners Norman Stadler trainiert und hat sich enorm verbessert", weiß Achim Seiter.
Auf eine vordere Platzierung hoffen darf auch Martin Bürssner vom Team Silla Hopp, der im vergangenen Jahr mit der Mannschaft in der Liga für Furore gesorgt hat und am vergangenen Wochenende beim Alb-Gold Winterlauf-Cup unter 500 Startern den 31. Platz belegt hat. Seinen Start angekündigt hat auch Silla Hopp-Teamkollege Matthias von Borstel. Eine neue Titelträgerin wird es bei den Frauen geben, da Vorjahressiegerin Svenja Bazlen aus terminlichen Gründen passen muss.
Für die Bewirtung sorgen der SGV Murr und das Team Silla Hopp. Bei der Auffahrt zum Berg an der ehemaligen Obstanlage gibt es Glühwein zum Aufwärmen. Die besten Plätze für die Zuschauer sind in der Wechselzone am Stadion, wo die Athleten sechs Mal vorbei kommen, und an der Bergstrecke. Von 16 Uhr an ist After-Race-Party in der Murrer Gemeindehalle.
27.01.2010 - aktualisiert: 27.01.2010 12:23 Uhr
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