Marbach Das Ständchen vor Schillers Geburtshaus im Jubiläumsjahr ist in der Landesschau übertragen worden. Von Götz Schultheiß
Deshalb haben sich die Marbacher dafür etwas besonderes vor dem Geburtshaus ihres großen Sohnes einfallen lassen: szenische Lesungen aus Briefen Schillers und seiner Zeitgenossen, darunter sein Freund Christian Gottfried Körner, vorgetragen von einigen Schülern des Friedrich-Schiller-Gymnasiums.
Die Briefpassagen für den literarischen Rahmen des speziellen Konzerts hat Dagmar Skwara, die durch mehrere Vorträge mit dem Thema vertraut war, ausgesucht. Sie hat außerdem seit September die Szenen mit den in Kostümen der Schillerzeit gewandeten Gymnasiasten geübt. In der ersten Szene zeigten die junge Leute beispielsweise, wie Schillers "Ode an die Freude" entstanden ist.
"Heute vor 250 Jahren wurde hier Friedrich Schiller geboren und es ist Tradition, dass seiner auf diese Weise mit Freuden gedacht wird", sagte Bürgermeister Herbert Pötzsch. Das Stadtoberhaupt begrüßte außerdem den Schillerpreisträger Jens Reich. Der Biologieprofessor und Bürgerrechtler aus der ehemaligen DDR, der seit 2008 dem deutschen Ethikrat angehört, hatte es sich nicht nehmen lassen, kurz vor der Entgegennahme des Preises dem Dichtergenie seine Referenz zu erweisen.
11.11.2009 - aktualisiert: 11.11.2009 07:01 Uhr
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