Murr/Fußball Von Dreier- bis Fünferkette ist alles möglich

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Foto: privat

Beim A-Ligisten SGV Murr steht der Start die neue Saison im Zeichen einer Rückkehr. Denn der SGV ist der Heimatverein des neuen Trainers Marc Reinhardt. Und für ihn ist die neue Aufgabe bisher „nur positiv verlaufen. Die Jungs ziehen klasse mit, das Umfeld passt, die Ergebnisse stimmen.“ Die Philosophien von Trainer und Verein passen schließlich auch wie die berühmte Faust aufs Auge. Denn während Reinhardt bekannt dafür ist, gerne mit jungen Spielern zu arbeiten und sie zu entwickeln, setzt der Verein vor allem auf Eigengewächse. Wer von außen zum SGV Murr kommt, der tut dies, weil er dort spielen will. So sind Co-Spielertrainer Benedict Claus, der nach einer schweren Knieverletzung in der Vorbereitung allerdings lange ausfallen wird, und sein Zwillingsbruder David dem Trainer aus Benningen gefolgt. „Und Erdal Savun wohnt jetzt in Murr“, erklärt Marc Reinhardt.

Die Tatsache, dass überwiegend Eigengewächse beim SGV spielen, heißt allerdings nicht, dass die Murrer eine sehr junge Mannschaft haben. „Der Altersschnitt liegt bei etwa 26 Jahren. Es sind viele im besten Fußballalter“, sagt der Coach. „Aber natürlich ist die gute Jugendarbeit ein ganz wichtiger Aspekt in Murr, auch wenn dieses Jahr keiner aus der A-Jugend gekommen ist, der eine Perspektive für die erste Mannschaft hat.“

Den Verein verlassen hat Keeper Max Raabe, der beruflich bedingt wieder weggezogen ist. Daher ist Fabian Krauß die klare Nummer eins für die Runde. „Dahinter steht Tobias Häußermann parat, auch wenn er beruflich und familiär bedingt nicht immer da ist“, sagt Reinhardt.

In der Innenverteidigung steht mit Kapitän Gustav Rapp ein echtes Murrer Urgestein. „Der ist mein Jahrgang, mit dem habe ich noch beim SGV zusammen gespielt“, erinnert sich Marc Reinhardt. „Er wird neben David Werner sicher eine tragende Rolle spielen. Werner kann aufgrund seiner Vielseitigkeit aber auch außen oder als Sechser spielen.“ Hinzu kommt aber auch noch Neuzugang Erdal Savun. Auf Benedict Claus wird der SGV wie erwähnt noch verzichten müssen. „Aber auch Tim Kusiek macht sich richtig gut in der Vorbereitung. Eher als Außenverteidiger sind Mike Lederer sowie Alexander und Sebastian Kucher eingeplant“, erklärt Marc Reinhardt.

Im zentralen Mittelfeld sollen auf jeden Fall Tim Dettling und Christian Krauß die Fäden ziehen. „Auch Tim Gassmann hat jetzt häufiger im Zentrum gespielt, weil wir auf den Flügeln deutlich mehr Spieler im Angebot haben. Niklas Schlimgen käme auch noch in Frage, er ist studienbedingt aber nicht so oft da.“ Das angesprochene große Angebot auf den Flügeln bilden neben Neuzugang David Claus noch Patrick Rößler, Luca Müller oder Timo Schmückle. „Das sind alles sehr gute A-Liga-Spieler“, findet Marc Reinhardt.

Im Sturm ist Marcel Weiß „der Fixpunkt“, wie es Reinhardt bezeichnet. „Michael Winkle spielt sauber drum herum, kann auch auf dem Flügel agieren. Und Pascal Weiß, der vergangene Saison eher zweite Mannschaft gespielt hat, macht es bislang in der Vorbereitung auch sehr gut.“ Und man dürfe dabei nicht vergessen, dass ja Christian Krauß oft als hängende Spitze spiele und vergangene Saison 21 Tore geschossen habe.

Was das Spielsystem betrifft, so will sich Marc Reinhardt nicht festlegen: „Die Mannschaft hat vergangene Saison oft mit Fünferkette gespielt. Das funktioniert auch gut. Das ist nicht so ganz meine Spielweise, ich möchte es der Mannschaft aber auch nicht nehmen. Wir haben bisher aber auch keine Probleme, auf Viererkette umzustellen und werden auch noch eine Dreierkette testen – ich möchte da flexibel bleiben“, sagt der Coach. Für Reinhardt ist übrigens sein Ex-Club Benningen der klare Aufstiegsfavorit. „Alles andere würde mich überraschen. Dahinter können viele Mannschaften auf Platz zwei bis sieben landen – hoffentlich sind wir dabei.“

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