Steinheim/Tischtennis Kurioses Ende einer makellosen Hinrunde

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Die ersten Damen und Herren des TSG (von links): Romulus Revisz, Kim Zagatta, Martin Gastel, Tanja Schiefer, Oliver Triemer, Natascha Eitel, Erik Reichel, Maria Clauss und Dominik Enderle. Es fehlt Merc Kreß. Foto: avanti

Steinheim - Mehr Mühe als gedacht hatte die erste Herrenmannschaft des TSG Steinheim in der Tischtennis-Landesligapartie bei der TSG Heilbronn II. Nach über drei Stunden Spielzeit setzte sich der Spitzenreiter mit 9:7 durch. Für die Steinheimer war es der bislang knappste Erfolg in der laufenden Spielzeit. Eine Galavorstellung lieferten dabei Martin Gastel und Erik Reichel ab. Die beiden Steinheimer gewannen zusammen nicht nur zwei Doppel, sondern waren auch insgesamt viermal in den Einzeln erfolgreich. Die weiteren Zähler für den Tabellenführer kamen durch Romulus Revisz (2) und Oliver Triemer. Das Ende der Partie war höchst kurios: Da die Heilbronner Nummer zwei Thomas Hunyar bereits auf dem Weg zum Flughafen war und somit nicht für das Schlussdoppel zur Verfügung stand, ging dieses kampflos an den TSG. Mit 18:0 Punkten sicherten sich die Steinheimer somit souverän die Herbstmeisterschaft.

Dass man so überlegen durch die erste Saisonhälfte marschieren würde, damit hatte man beim TSG vor der Saison nicht gerechnet. Andernfalls wäre man nach dem Abstieg aus der Verbandsliga vielleicht nicht freiwillig gleich noch eine Klasse nach unten gegangen. „Aber es gab einfach zu viele Unwägbarkeiten“, erklärt Abteilungsleiter Harald Enderle. Da war zunächst mal Trainer Romulus Revisz, der aufgrund einer schweren Erkrankung in der vergangenen Saison kaum einsatzfähig war. „Wir wussten nicht, wie es bei ihm weitergeht, zumal er sich auch beruflich verändert hat“, erklärt Enderle. Dass Revisz wieder so stark sein würde, dass er im Einzel ungeschlagen durch die Hinrunde marschierte, sei nicht vorhersehbar gewesen. „Zudem konnten wir die Liga auch nicht richtig einschätzen. Und nicht zuletzt wollten wir auch mal wieder eine etwas ruhigere Saison erleben“, erklärt Harald Enderle, der auch klarstellt: „Die Zeit der bezahlten Spieler beim TSG gehört der Vergangenheit an.“

Man wolle vielmehr versuchen, den eigenen Nachwuchs Stück für Stück in die Aktivenmannschaften zu bringen. Die zweite Mannschaft wurde radikal verjüngt, außer Routinier Peter Wildermuth sind alle Spieler um die 20 Jahre alt. „Insgesamt ist es ein großer Vorteil, dass wir viele Mannschaften über die Ligen verteilt haben. So können bereits die Jugendersatzspieler stets in den für ihre Spielstärke passenden Klassen eingesetzt werden“, sagt Enderle. Das gelte sowohl für den männlichen als auch für den weiblichen Bereich. „Bei Jungen und Mädchen gibt es jeweils Kandidaten, die bei entsprechendem Trainingsaufwand das Potenzial für die ersten Mannschaften haben“, glaubt Enderle.

Bei der ersten Damenmannschaft in der Verbandsklasse gab es in der Hinrunde das Kuriosum, dass man zwar als Fünfter zwei Plätze vom Abstieg entfernt ist, aber als einzige Mannschaft der Liga noch kein Spiel gewonnen hat. Dafür gab es in sechs Partien gleich vier Unentschieden. „Das war teilweise auch sehr unglücklich“, findet Harald Enderle. „So hat Maria Clauss an Nummer eins in der gesamten Hinrunde nur ein Spiel verloren – und das ausgerechnet gegen den Vorletzten. Ich bin sicher, dass die Damen in der Rückrunde ihre Siege holen und mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden“, macht sich der TSG-Abteilungsleiter hier keine Sorgen.

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