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Steinheim/MarathonErste Reaktionen auf die Schwachstellen

Julia Spors, vom 27.12.2012 00:00 Uhr
Mit dem Bus-Transfer hat es etwas Probleme gegeben. Foto: Archiv (Kuhnle)
Mit dem Bus-Transfer hat es etwas Probleme gegeben.Foto: Archiv (Kuhnle)

Probleme beim Dreiviertel-Marathon, dem Gepäck-Transfer, der Personenbeförderung sowie bei der Parkplatzsuche – bei der ersten Bottwartal-Marathon-Auflage in Steinheim klappte nicht alles auf Anhieb. Verwundert hat das nicht, musste sich das Organisationsteam nach dem Umzug aus Großbottwar doch komplett neuen Herausforderungen stellen. Die Halbmarathonis starteten erstmals in Gronau, die Streckenführung des Zehn-Kilometer-Laufes sowie des Dreiviertel-Marathons waren ebenfalls neu. Genauso wie das Gelände in Steinheim, der Bus-Shuttle nach Gronau und der Zeitplan.

Umso erfreulicher war, dass am Ende trotz kleiner Schwachstellen ein positives Fazit stand, die Premieren-Veranstaltung also ein Erfolg war. Verbessern kann man dennoch immer etwas, heißt es so schön. Und genau das möchte das Organisationsteam auch tun. Bereits bei der ersten Nachbesprechung wurden die Schwachstellen wie etwa die Ausschilderung der Parkplätze angesprochen. Erste Ergebnisse, aber auch Neuigkeiten gibt es bereits. Hier ein kleiner Überblick: Der Transport der Staffelläufer und des Gepäcks:
Mehr als eine Stunde haben Staffelläufer in Gronau warten müssen, ehe sie zurück nach Steinheim gebracht wurden. Das sorgte für Unmut. Schuld war jedoch nicht eine Fehlplanung, sondern eine drei Tage zuvor anberaumte Maßnahme des Landratsamtes, die schlichtweg nicht umsetzbar war. Das Organisationsteam hatte vor, den Busverkehr parallel zum Läuferpulk vorbeizuleiten – abgetrennt durch Pylonen, wie bei anderen Läufen auch. Das Landratsamt forderte jedoch kurzfristig schwere Gitter. „Das war aber finanziell und organisatorisch nicht machbar“, erklärte Petermann damals. Die Folge: Alle Busse – ob mit Personen oder dem Gepäck – durften erst fahren, als der letzte Läufer durch Gronau durch war. Das soll bei der Auflage 2013 nicht noch einmal passieren. „Im Januar haben wir deshalb Gespräche mit dem Landratsamt. Ich bin guter Dinge, dass wir diesmal das Okay bekommen, den Busverkehr parallel an den Läufern vorbeizuschleusen“, sagt Petermann, der darauf hofft, mit der Premieren-Veranstaltung von 2012 einen Vertrauensbonus erarbeitet zu haben. Mangelnde Ausschilderung:
„Obwohl die Parkplatzsituation in Steinheim deutlich besser ist, als sie in Großbottwar je war, wurde sie von einigen Läufern bemängelt“, berichtet Gerhard Petermann. Schuld dafür war nach Ansicht des Organisationsteams eine zu schlechte Beschilderung. „Wir stehen in Gesprächen mit der Stadt Steinheim und werden die Beschilderung deutlich verbessern“, sagt der Organisationschef, der zugibt: „Einige Flächen waren fast gar nicht ausgeschildert.“ Dabei gebe es alleine rund um das Kauflandgelände 800 Stellplätze, Potenzial sei zudem im Gewerbegebiet Kreuzwegäcker vorhanden. „Damit nächstes Mal alles besser klappt, werden wir auch die Zahl der Einweiser erhöhen“, verspricht er. Siegerehrung:
Lange Wartezeiten für Sportler und Zuschauer sollen nächstes Jahr vermieden werden. „Wir werden die Siegehrung eine Stunde nach vorne ziehen und bereits um 13.30 Uhr mit den ersten Ehrungen anfangen“, sagt Gerhard Petermann. Fortlaufend sollen die Sportler dann auf der Bühne ihre Preise erhalten. Hinzu kommt, dass es beim Team-Marathon nur noch eine Wertung geben wird und nicht mehr wie zuvor drei (Herren-, Damen und Mixed). „Damit straffen wir die Veranstaltung“, erklärt der Organisationschef. Startnummern:
Um die Unterscheidung der einzelnen Wettbewerbe noch deutlicher zu machen, hat sich das Team um Organisationschef Gerhard Petermann dazu entschieden, die Startnummern farbig zu gestalten. „Wie bei den Kinder- und Schülerläufen“, erklärt Petermann. Will heißen: Die Startnummer des Halbmarathonis erstrahlt künftig beispielsweise in blau, die eines Marathonis in rot und die eines Dreiviertel-Marathon-Läufers in grün. „So ist für die Zuschauer und die Leute im Zielbereich sofort ersichtlich, wer auf welcher Distanz startet“, macht Petermann den Vorteil deutlich. Theo-Lorch-Werkstätten-Lauf:
Um dem Lauf für Menschen mit kleinen und großen Beeinträchtigungen noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken, soll er 2013 nicht nach den Schülerläufen, sondern mittendrin stattfinden. „Der Start wird nach dem 1,5 Kilometer- und vor dem 4,2-Kilometer-Lauf stattfinden. So ist gewährleistet, dass die Stimmung richtig gut ist“, erklärt Petermann. Bei der ersten Auflage war der Theo-Lorch-Werkstätten-Lauf durchweg gut angenommen worden. „Die Resonanz war einfach super.“ Der Zielbereich:
Die Zieleinlauf-Führung soll im kommenden Jahr ebenso wie die Beschallung im Start- und Zielbereich etwas verändert werden. „Die Moderatoren sollen künftig im kompletten Zielbereich sowie in der Halle gehört werden, damit die Infos besser fließen“, umreißt Petermann die Planung. Die Läuferspur hin zum Getränke- und Versorgungszelt soll zudem komplett mit schweren Gittern abgesperrt sein. Damit soll gewährleistet sein, dass jeder Läufer im Zielbereich ankommt und nicht vorher schon durch Absperrbänder das Weite sucht. Der Zeitplan:
„Wir werden das Zeitfenster erweitern“, sagt Gerhard Petermann. Denn die Befürchtung, dass ein schneller Zehn-Kilometer-Läufer auf einen Marathoni aufläuft, hat sich nicht bestätigt. „Deshalb können wir den Zehn-Kilometer-Lauf etwas später starten lassen, was vieles vereinfacht“, so Petermann. Denn: Das Organisationsteam hat dadurch mehr Zeit, um nach dem Dreiviertel-Marathon-Start (10.15 Uhr) alles für den Zehn-Kilometer-Lauf (10.30 Uhr) umzubauen. Das Jubiläumsjahr:
2013 findet der Bottwartal-Marathon zum zehnten Mal statt. Besonders ist deshalb, dass jeder Läufer zur Anmeldung anstatt eines Kurzarm-Shirts ein Langarm-Shirt bekommt. „Das ist schon fast ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt Petermann, der gleich noch eine schöne Neuigkeit überbringen kann: „Die Startgebühren werden im Vergleich zum Vorjahr gleich bleiben.“ Was sonst noch schönes geplant ist, möchte der Organisationschef noch nicht aus dem Sack lassen. Aber: „Wir haben noch etwas Besonderes geplant. Wenn alles klappt, kriegen wir einen Knaller hin“, verspricht er.

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