Steinheim/Marathon Der Bottwartal-Marathon ist erneut die Nummer eins im Land

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Traumwetter bei der 2017er-Auflage hat mit zum Erfolg beigetragen. Foto: Archiv (Werner Kuhnle)

Steinheim - Das ist schon ganz großes Kino“, sagt Gerhard Petermann, Organisationschef des Bottwartal-Marathons. Seine Veranstaltung ist zum vierten Mal in Folge zum beliebtesten Marathon in Baden-Württemberg gewählt worden. Bei der Abstimmung der Internetplattform „marathon4you.de“ landete der Bottwartal-Marathon vor dem Mannheim Dämmer Marathon und dem Baden‐Marathon auf Platz eins im Land, deutschlandweit ist die Veranstaltung mit Start und Ziel in Steinheim auf Rang zehn gekommen.

Dass man im bundesweiten Ranking zwei Plätze schlechter liegt als im Vorjahr, ist für Petermann „kein negativer Punkt. Man muss sich nur mal anschauen, was für Veranstaltungen da vor uns liegen: Frankfurt, Hannover, Hamburg, Berlin, Köln – das sind Läufe mit zum Teil fünfstelligen Teilnehmerzahlen in großen Städten. Da können wir als ländliche Region natürlich nicht mithalten.“ Petermann verweist dafür auf einen anderen Punkt: „Als wir vergangenes Jahr Nummer eins in Baden-Württemberg und acht in Deutschland waren, da kam die Nummer zwei aus dem Ländle bundesweit auf Rang neun. Dieses Jahr ist Mannheim in Deutschland auf Platz 14. Das ist für mich ein Zeichen, dass wir uns von den Konkurrenten ein wenig abgesetzt haben. Das stellt mich doch zufrieden und zeigt, dass wir mit unseren Maßnahmen auf dem richtigen Weg sind.“

Petermann räumt ein, dass ein gewisser Druck von ihm abfällt angesichts des neuerlichen Erfolges. Schließlich hatte man zuvor dreimal in Folge gewonnen und 2017 dann einen Tag mit Traumwetter erwischt. Zudem gab es keine nennenswerte Panne und kaum Kritik. „Da war die Erwartungshaltung im Umfeld schon gegeben. Ich hatte nicht unbedingt damit gerechnet, dass wir erneut vorne sind, aber ich hatte darauf gehofft.“ Neben dem Wetter ist für den Organisationschef noch ein weiterer Punkt mutmaßlich entscheidend gewesen: „Durch die strengere Zuteilung der Startgruppen hat der Bustransport der Halb-Marathonis nach Gronau deutlich besser funktioniert als in den Vorjahren.“

Dass er dem Abstimmungsergebnis nicht ganz so siegessicher entgegengesehen hat wie manch anderer, erklärt Gerhard Petermann mit seinem detaillierten Einblick hinter die Kulissen. Denn er sieht sehr wohl noch Steigerungspotenzial: „Das sind natürlich nur Kleinigkeiten, aber es gibt da schon noch ein paar Punkte. Doch offensichtlich sehe ich diese zwar, sie fallen den Teilnehmer aber wohl doch nicht so stark auf. Wobei man natürlich auch sagen muss, dass viele dieser Kleinigkeiten auch der Tatsache geschuldet sind, dass wir eine rein ehrenamtlich organisierte Veranstaltung sind. Man darf die Erwartungen nicht zu hoch schrauben, da wir ja alle noch einen Beruf haben und die Organisation des Bottwartal-Marathons nebenher machen.“ Dennoch möchte Gerhard Petermann die erwähnten Kleinigkeiten mit seinem Team angehen. „Wir haben demnächst die erste Sitzung im neuen Jahr. Da werde ich mal vorsichtig den ein oder anderen Punkt ansprechen.“ Natürlich sei es angesichts dieses Votings nicht ganz so einfach, Kritik zu äußern. Doch wolle man jetzt auch den fünften Sieg in Folge angehen. „Das ist eine große Aufgabe. Und eigentlich wäre es ja vermessen“, findet Petermann. Aber freuen würde er sich trotzdem, denn „zur Gewohnheit wird Platz eins beim Voting ganz bestimmt nicht“.

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