Steinheim-Kleinbottwar Apfelernte auf der Streuobstwiese

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Apfelsaft selbst machen – das können die Schüler nur weiterempfehlen. Foto: Schule an der Bottwar

Steinheim-Kleinbottwar - Zuerst liefen wir zur Streuobstwiese außerhalb von Kleinbottwar – ein kurzer Fußmarsch. Dort angekommen, suchten wir einen Baum mit gelben Äpfeln aus – später auch noch Bäume mit roten Äpfeln. Es wurden einige Eimer verteilt und dann ging es los: Äpfel auflesen. Bald gab es auf dem Boden keine guten Äpfel mehr. Also gab uns Frau Niezgoda, unsere Streuobstwiesenpädagogin eine lange Stange mit einem Haken dran, den wir an einer Astgabel befestigten. Dann wurde kräftig gerüttelt und geschüttelt und die Äpfel fielen vom Baum herab. Da musste man aufpassen, dass man keinen auf den Kopf bekam.

Als alle Eimer voll waren, ging es weiter mit Waschen. Die geernteten Äpfel kamen in eine Wanne voll Wasser. Danach holten wir uns welche und schnitten sie in der Mitte durch und dann nochmal. Es war ziemlich anstrengend, so viele Äpfel zu schnippeln. Manchmal war ein Apfel innen schimmlig oder faul. Den warfen wir weg. Apfelkerne und Stiele durften dranbleiben. Uns kam es so vor, als hätten wir tausend Äpfel geschnitten.

Die Apfelviertel kamen als Nächstes zum „Zerstückler“. Wir legten die Apfelstücke oben in die Maschine. Man brauchte drei Kinder – zwei fürs Festhalten und eins fürs Kurbeln. Es ging teilweise ganz schön schwer und man durfte auf keinem Fall in die Maschine reinlangen! Unten kamen dann die noch kleineren Apfelstückchen raus. Die Presse wurde mit einem Netz ausgelegt. Dann kamen die zerkleinerten Äpfel hinein. Wenn es ganz voll war, platzierten wir alle Holzklötze in der richtigen Reihenfolge darauf. Mit einer Stange drehten wir die Holzklötze Stück für Stück nach unten. Erst ging es noch leicht, aber schon bald war es sehr schwer. Wir drehten mit unserer ganzen Kraft die Stange. Endlich gewannen wir sehr leckeren, trüben Apfelsaft. Es tropfte unten in die Rinne und dann in den Becher.

Jeder probierte den frischen Apfelsaft. Mancher Apfelsaft war süß, mancher sauer. Das hing ganz von den Äpfeln ab. Aber irgendwie machte der Saft alle glücklich.

Wir sammelten, schnippelten, stückelten und pressten so lange, bis der Vormittag vorbei war. Jeder konnte noch frischen Apfelsaft in einer Flasche mit nach Hause nehmen. Ein schöner Tag war das! Apfelsaft selber zu machen, können wir nur weiterempfehlen.

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