Steinheim-Höpfigheim/Fußball „Es hätte schon etwas besser laufen können“

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Sandro Kraft (rechts) ist mit elf Treffern Torjäger Nummer eins in Höpfigheim. Foto: Archiv (avanti)

Neun Siege bei jeweils zwei Remis und Niederlagen stehen für die Höpfigheimer nach der ersten Halbserie zu Buche. In der von einem letztlich doch recht großen Leistungsgefälle gekennzeichneten Staffel B2 reicht diese Bilanz aktuell jedoch nur zum fünften Rang im Zwischenklassement. Allerdings hat der GSV noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand. „Wir können also noch auf die Höhe des TSV 1899 Benningen II und von Anadolu Marbach kommen, wenn wir diese Partien erfolgreich gestalten. Spitzenreiter FC Marbach II wäre dann nur fünf Punkte entfernt“, kennt Wägerle die tabellarische Ausgangslage aus dem Effeff.

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist er nicht wirklich hundertprozentig zufrieden: „Wir sind zwar vorne mit dabei, aber es hätte insgesamt schon etwas besser laufen können“, merkt der Coach kritisch an. Die zwei Niederlagen handelte sich seine Mannschaft gegen die direkte Konkurrenz der beiden Marbacher Vereine ein (Wägerle: „Ich habe aber auch in diesen Vergleichen keinen Gegner gesehen, der klar besser als wir gewesen wäre. Gegen Tabellenführer FC Marbach II waren wir sogar spielbestimmend.“), doch ungleich viel mehr schmerzte den Trainer der Höpfigheimer der völlig unnötige Punktverlust beim 1:1 gegen Kellerkind VfR Großbottwar II. „So ein Spiel musst du einfach gewinnen, denn in dieser Liga darfst du eigentlich nichts liegen lassen, wenn es für vorne reichen soll“, weiß Wägerle, betont aber selbstbewusst: „Der Zug ist für uns noch nicht abgefahren. Wir wollen auf jeden Fall noch einmal angreifen“.

Den Grundstein hierfür hoffen die Höpfigheimer in Bardolino gelegt zu haben. Was für den ein oder anderen nach leckerem Rotwein klingen mag, bedeutete für die GSV-Akteure in Wahrheit schweißtreibende Arbeit. „Wir waren in dem gleichnamigen Ort am Gardasee Mitte Februar für vier Tage im Wintertrainingslager“, schmunzelt Wägerle und erzählt: „Dort hatten wir optimale Bedingungen, gutes Wetter und konnten sogar auf Naturrasen trainieren.“ Sehen lassen konnte sich auch die knappe 3:4-Niederlage, die man in Bardolino gegen einen ebenfalls vor Ort trainierenden Schweizer Viertligisten verbuchte. Etwas schwieriger gestalten sich dagegen die Bedingungen im heimischen Höpfigheim, wo kein Kunstrasen vorhanden ist. „Montags und Freitags können wir in Steinheim trainieren, aber leider zu ungüstigen Zeiten. Hinzu kommt mittwochs oft eine Krafteinheit“, erklärt der Coach.

Personell nimmt man die Rückrunde, die für den GSV an diesem Sonntag mit dem Derby bei Kellerkind TSG Steinheim beginnt, unverändert in Angriff. „Allenfalls zwischen unserer ersten und unserer zweiten Mannschaft kann es den ein oder anderen Wechsel geben“, sagt Wägerle, der im Spitzenkampf vor allem auf „unser hohes Tempo in der Offensive“ setzt. Torjäger Sandro Kraft (elf Saisontreffer) und Flügelflitzer Henrik Willberg (7) sind dabei in erster Linie zu nennen. Verbesserungsbedarf sieht der GSV-Trainer dagegen im Defensivverhalten. „Wir haben zu viele Tore kasssiert“, stellt er mit Blick auf die Tabelle nüchtern fest, auch wenn er für die Tatsache, dass sein Team von den fünf Titelaspiranten das schwächste Torverhältnis aufweist, eine ganz eigene, aber absolut plausible Erklärung parat hat: „Die beiden Tabellenletzten aus Oberstenfeld und Erdmannhausen sind gegen uns gar nicht erst angetreten, so dass die Spiele also nur mit 3:0 für uns gewertet wurden“. Die Entscheidung in der Kreisliga B2, davon ist Wägerle überzeugt, fällt aber letztlich in den direkten Duellen: „Einen klaren Favoriten sehe ich nach der Hinrunde überhaupt nicht. Für uns ist es so, dass wir im April hintereinander auf den FC Marbach II und den TSV 1899 Benningen II treffen. Spätestens wird man sehen, wo es hingeht“, glaubt er.

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