Steinheim-Höpfigheim Anschluss von Höpfigheim soll geprüft werden

Von
Die Kläranlage in Höpfigheim Foto: Archiv (Sandra Brock)

Steinheim-Höpfigheim - Die Höpfigheimer Kläranlage ist in ihrer Kapazität beschränkt. Für die derzeit 2300 Einwohner reicht die Wasserreinigung aus, sollten aber – zum Beispiel durch ein Baugebiet – noch mehr Menschen im Steinheimer Teilort wohnen, müsste man sich Gedanken über eine Erweiterung der Kapazitäten machen.

Daher ist die Stadt Steinheim an den Zweckverband Gruppenklärwerk Häldenmühle mit dem Anliegen heran-getreten, einen Anschluss der Kläranlage Höpfigheim mit 3300 Einwohnerwerten (EW) zu prüfen. „Es handelt sich nur um einen Prüfauftrag“, stellt der Steinheimer Kämmerer Martin Pauleit klar. „Die Höpfigheimer Kläranlage ist funktionstüchtig, und es geht nicht darum, dass wir diese vorschnell aufgeben wollen.“

Gleichwohl gebe es in den nächsten zehn bis 15 Jahren einen gewissen Sanierungsbedarf. In Höpfigheim stehen langfristig Investitionen an, zum Beispiel beim Nachklärbecken. „Das ist noch gar nicht genau untersucht“, wehrt Pauleit die Frage zu konkreten Zahlen ab. Ebenso wenig könne man abschätzen, was das Pumpen des Abwassers über den Berg hinweg zum nächsten Anschlusspunkt bei den Kreuzwegäckern kosten würde. „Das müsste alles untersucht werden, von der Leitungsführung bis hin zu den Kosten.“

Ein im Auftrag der Stadt Steinheim erstelltes Strukturgutachten des Ingenieurbüros Jedele & Partner kommt jedenfalls zu dem Ergebnis, dass ein Anschluss der Kläranlage Höpfigheim an das Gruppenklärwerk für die Stadt Steinheim wirtschaftlich wäre. Auch der Anschluss des Lehrhofs soll in die Untersuchung mit einbezogen werden. „Die Kapazitäten der Kläranlage müssen erst mal geprüft werden“, stellt Pauleit den nächsten Schritt dar, sollte die Verbandsversammlung dem Anliegen der Stadt Steinheim bei der Sitzung am 8. November zustimmen.

„Die Verbandsverwaltung steht dem Wunsch der Stadt Steinheim offen gegenüber, zumal es sich um ein Anliegen eines Verbandsmitgliedes handelt“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Man müsse prüfen, so Pauleit, ob die 80 000 Einwohnerwerte des Gruppenklärwerks für alle sieben Verbandsgemeinden genügend Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft lassen. Hierzu müssten die Bemessung des Gruppenklärwerks Häldenmühle und die Auswirkungen eines Anschlusses von Höpfigheim und dem Lehrhof untersucht werden.

Aus den jährlichen Betriebsberichten wird klar, dass das Gruppenklärwerk verschiedentlich schon an seine Belastungsgrenzen gestoßen ist. Der Platz in der Murraue ist begrenzt. Auch beim Gruppenklärwerk müssen Investitionen im Millionenbereich für die Faultürme getätigt werden (wir berichteten), die auf die Verbandsgemeinden nach einem festgelegten Schlüssel umgerechnet werden. Sollten sich die Einwohnerwerte der Verbandsgemeinden ändern, wird sicher auch über eine Anpassung der Umlegung nachgedacht.

Bei der Überprüfung der Bemessung des Gruppenklärwerks muss die Entwicklung der Mitgliedsgemeinden einfließen. Gleichfalls soll geprüft werden, welche Maßnahmen zusätzliche Kapazitäten im Gruppenklärwerk schaffen können.

Artikel bewerten
2
loading