Steinheim/Fußball Gute Karten für den direkten Wiederaufstieg

Von
Dominik Wels (rechts) kommt nach seiner Auszeit immer besser in Form. Foto: Archiv (avanti)

Steinheim - Wir sind absolut im Plan“, sagt Trainer Rainer Schreiber vom TSG Steinheim II aus der Fußball-Kreisliga B3 Enz-Murr. Souverän führt seine Mannschaft zur Winterpause die Tabelle an und scheint nach dem Abstieg im Vorjahr auf direktem Weg zurück in die Kreisliga A.

In die Staffel B3 hatte der TSG im Sommer seine besten Kicker beordert, da man sich hier bessere Chancen auf den sofortigen Wiederaufstieg ausrechnete. Die TSG-Zweite ist somit in dieser Runde die eigentliche Erste und schon nach der ersten Halbserie kann man sagen, dass die Ligenrochade aufzugehen scheint. „Natürlich bin ich hochzufrieden damit, wie wir dastehen. Es gab zwar durchaus auch knappe Spiele, aber die Mannschaft hat bislang eindrucksvoll gezeigt, dass sie wieder in die Kreisliga A will“, zieht TSG-Coach Rainer Schreiber ein positives Zwischenfazit. Zwölf Siege und ein Remis fuhr sein somit noch ungeschlagenes Team in der Hinrunde ein und führt folgerichtig deutlich die Tabelle an. Zwar liegt der SV Poppenweiler, neben dem SV Pattonville II wohl der einzige ernsthafte Meisterschaftskonkurrent, aktuell nur zwei Zähler zurück, doch hat der TSG noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand. „Wenn alles normal läuft, bauen wir da unseren Vorsprung aus“, ist der Trainer überzeugt.

Etwas ärgerlich war es für die Steinheimer jedoch schon, als man im letzten Auftritt im alten Jahr mit einem 2:2 gegen die SG Hochberg/Hochdorf II doch noch die bis dato blütenweiße Weste einbüßte. „Da hatten wir aber ordentlich personell zu knapsen“, ordnet Schreiber die Partie rückblickend ein, verweist aber auch darauf, dass man sich in der Liga längst den Status des Gejagten erarbeitet hat: „Gegen uns sind alle Gegner motiviert und wollen uns ein Bein stellen. Das ist ähnlich wie beim FC Bayern, aber mit der Situation müssen wir klarkommen“, sagt er, stellt seinen Spielern aber nicht nur diesbezüglich ein gutes Zeugnis aus: „Das Jahr in der Kreisliga B kann im Nachhinein auch etwas sein, denn wir haben in der Vorrunde athletisch und taktisch noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. Vor meinem Amtsantritt vor anderthalb Jahren sind uns viele Spieler weggebrochen. Jetzt haben wir ein junges Team mit Potenzial.“

Festgespielt hat sich in diesem Außenverteidiger Robin Fink. „Im Jahr zuvor spielte er noch kaum eine Rolle, jetzt stand er in jedem Spiel auf dem Platz“, sagt Schreiber. Viel Qualität in den Kader brachten zudem die im Sommer gekommenen Dominik Wels und Dennis Michelfelder. „Letzterer ist einfach ein herausragender Techniker, der Bälle verteilen und unser Spiel steuern kann. Wels ist ein absoluter Teamplayer, der viele Bälle auflegt. Bei ihm freue ich mich auf die Rückrunde, denn er ist nach einer Auszeit inzwischen fitter und damit viel griffiger“, sagt der Coach, der zudem Routinier Marcel Fahr („Unser Prellbock im Angriff. Dem nimmt so leicht keiner den Ball ab.“) und Kapitän Julian Kübler („Er tut der jungen Truppe auch als Typ gut, denn er geht voran.“) als positive Erscheinungen herausstellt.

Die Rückrunde, die für die TSG-Zweite schon am kommenden Sonntag mit dem Nachholspiel beim Tabellenvorletzten MTV Ludwigsburg II beginnt, geht man in personeller Hinsicht unverändert an. Weder Ab- noch Neuzugänge vermelden die Steinheimer, erwähnenswert ist einzig die Tatasche, dass Sven Haller nach langer Verletzungspause wieder ins Training eingestiegen ist.

Ziel kann nur die Meisterschaft und damit der direkte Wiederaufstieg sein, daran lässt Rainer Schreiber keinen Zweifel: „Was das angeht, liegen wir absolut im Plan. Ich bin ja normalerweise eher derjenige, der tief stapelt, aber letztlich können wir uns nur selbst ein Bein stellen. Wenn wir unsere Leistung abrufen und mit Demut und dem nötigen Respekt an die Aufgaben herangehen, sollte nichts anbrennen“, sieht er den nächsten Wochen zuversichtlich entgegen.

Artikel bewerten
0
loading