Steinheim Eine Schule zeigt sich und manche Neuerungen

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Die Tanz-AG hat auf der Bühne ihr Können gezeigt. Foto: avanti

Steinheim - Das erste Mal ist es, dass Ulrich Laumann als Rektor der Erich Kästner Realschule (EKRS) Besucher zum Tag der offenen Tür begrüßt hat. Darunter sicher auch viele, die das erste Mal das Haus betreten, um das Gebäude, das Kollegium und das Konzept hinter der Realschule kennenzulernen. Besonders die Viertklässler und ihre Eltern sollten am Samstag Gelegenheit zum Schnuppern bekommen.

Freilich strahlen an so einem Tag die Hallen in besonderem Glanz. Plakate mit „Candy Bar“ und „Café Kästner“ laden zum gemütlichen Zusammensitzen schon in der Aula ein. Eine Bühne lässt vermuten, hier gibt es was zusehen. Und auf zahlreichen Schautafeln gibt es Infos und Ergebnisse des Schullebens, eigens von den Schülern gestaltet. Ebenso in den Klassenzimmern präsentiert sich der Schulalltag. Für den Schulüberblick werden zwei Schulhausführungen angeboten. Laumann erläutert während mehrerer Vorträge seine „leistungsstarke Schule“ und die Neuerungen in diesem Schuljahr. Er und seine Kollegen sind zudem überall präsent, um potenziellen Schülern und den Eltern Fragen zu beantworten.

Auch die Schüler haben sich Mühe gegeben, den Schulalltag originell darzustellen. „Wie man durch eine Postkarte steigt . . .“ präsentiert Mathematik zum Anfassen. Oder das Fach Französisch wird mit Chanson-Beiträgen schmackhaft gemacht. Eine „Märchenhafte Talkshow“ gibt es als Theaterstück zu sehen. Ein Schaukochen stellt das neue Fach AES (Alltagskultur, Ernährung, Soziales) vor. Über das neue flexible Ganztageskonzept kann man sich ebenso informieren, wie über zahlreiche Projekte, wie beispielsweise „Das Jahrbuch der EKRS“, den Schulsanitätsdienst oder Präventionsprogramme.

Unter dem Motto „Reif für die Insel“ wird das individuelle Lernen an der EKRS gezeigt. „Arbeiten auf mittlerem Niveau“ betont der Schulleiter, sei ein Schwerpunkt der Schule. Die Schwachen fördern und die Starken fordern sei sehr wichtig. In einigen Klassenzimmern, die mit Computern ausgestatten sind, erfährt man, dass der kompetente Umgang mit den modernen Medien ein Thema in allen Klassen darstellt.

Nach wie vor orientiert sich der Lehrplan am realen Leben, erörtert Laumann. Dazu kann man Beispiele aus den technischen und hauswirtschaftlichen Bereich betrachten und teilweise selbst Hand anlegen. Eine Begegnung der Kulturen ist in der Vorbereitungsklasse möglich. Dort kommunizieren Kindern aus anderen Ländern mit ihren ersten Deutschkenntnissen.

Dass auch der Spaß an der Schule nicht zu kurz kommen darf, zeigen musikalische Schüler von der Tanz-AG und der Popakademie. Auch der Förderverein „Club Erich K.“ wirbt für ein aktives und passives mitwirken für das Schulleben. Rund 30 Beiträge schafften einen kurzweiligen Eindruck der Schule, die ein Zitat Erich Kästners vor sein Programm stellt: „Der Lehrer ist kein Zauberkünstler, sondern ein Gärtner. Er kann und wird euch hegen und pflegen. Wachsen müsst ihr selber.“

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