Steinheim Ich bin ein vom „Triathlonfieber“ angesteckter „Überpronierer“

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Martina Neher ist in diesem Jahr ein Rookie und berichtet darüber... Foto: MZ

Diese Woche hat am Mittwoch in Roy‘s Sportfachgeschäft Tempomacher in Ludwigsburg ein Workshop zu den Themen „Laufanalyse, Fitnesstest und Ausrüstungscheck“ für uns Triathlon-Rookies stattgefunden. Es war sehr interessant und wir haben alle viel dazugelernt. In Zweiergruppen sind wir drei Stationen durchlaufen. Bei Anna und mir ging es mit einer Laufanalyse los. Diese kann ich jedem Läufer nur empfehlen. Im vergangenen Jahr hatte ich in Stuttgart bereits eine, wie ich dachte, gute Beratung erhalten. Es wurden mir dort sehr gute – jedoch für mich völlig ungeeignete Schuhe empfohlen. Roy hat sich richtig viel Zeit für uns genommen und mit unterschiedlichen Schuhen ist unser Laufstil mit einer Kamera aufgenommen worden. Dabei kam folgendes heraus: Ich bin ein „Überpronierer“ (ich knicke beim Laufen nach innen ein) – das hört sich erstmal schlimm an – wie eine Krankheit, aber Fakt ist, dass etwa 60 Prozent aller Menschen eine Überpronation haben und einen Schuh mit Pronationsstütze brauchen. Ich bin damit also nicht alleine. Es war schon erstaunlich, dass der für mich ausgesuchte Schuh sofort wie angegossen passte und damit mein Laufstil viel besser aussah und Folgeschäden durch die Überpronation wie Knieschmerzen und Hüftprobleme hoffentlich ausbleiben werden.

Bei Anna war anders als bei mir alles okay, ihr wurden lediglich Einlegesohlen empfohlen. Anna gehört also zu den rund 15 Prozent, die einen normalen Fuß haben! Anschließend ging es weiter zum gemütlichsten Fitnesscheck aller Zeiten. Wir bekamen einen Brustgurt mit Herzfrequenzmesser umgelegt, und durften uns fünf Minuten ruhig hinlegen und chillen. Unsere Herzfrequenz wurde mit Hilfe von einem Herzfrequenzmesser analysiert und ausgewertet. In ein paar Wochen gibt es einen Folgetest und wir schauen, ob wir uns verbessert haben.

Die letzte Station war bei unseren Trainern Micha und Heike, die uns eine Liste mit möglichen – teilweise notwendigen – Ausrüstungsteilen für unseren Triathlon ausgehändigt haben. Jedes Ausrüstungsteil vom Triathlonanzug bis hin zu Laufsocken wurde uns gezeigt und erklärt. Nach mehr als zweieinhalb Stunden sind wir dann mit Informationen vollgestopft nach Hause gegangen. Viele Fragen die wir noch vor einer Woche hatten, haben sich mittlerweile geklärt. Dafür gibt es dann natürlich neue, aber ich bin sicher: Auch diese werden sich mit der Zeit klären.

Heute Morgen nach dem Aufstehen habe ich jedoch bemerkt, dass ich mich angesteckt habe, und zwar mit dem „Triathlonfieber“. Ich muss ständig an mein neues Rennrad, Klickschuhe, Laufschuhe, Wechselzone, Schwimmbrille usw. denken. Ich hatte mir diese Woche sogar schon überlegt, ob das neue Rennrad nicht besser in der Wohnung neben dem Sofa anstatt im Keller aufbewahrt werden sollte.

Ansonsten war unsere Rookiegruppe diese Woche auch trainingsmäßig aktiv, wir haben am Dienstag einen Regenlauf absolviert. Gemeinsam sind wir bei Regen von Kleinbottwar aus gestartet, es war ganz schön nass und kalt. Ohne die gegenseitige Motivation wären einige von uns wahrscheinlich lieber zu Hause auf dem Sofa geblieben. Anschließend fühlten wir uns aber richtig gut – das gemeinsame Training ist einfach spitze und unsere Trainer motivieren uns sehr. Fazit für diese Woche: Wir sind nicht aus Zucker und trainieren bei jedem Wetter, komme was wolle.

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