Steinheim Auf Wiese sollen Häuser emporwachsen

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Der Bebauungsplanentwurf sieht ein Doppelhaus, acht Einzelhäuser und zwei Mehrfamilienhäuser vor. In dem oben ganz rechts umrissenen Baufenster steht schon jetzt ein Gebäude. Die grün unterlegte Fläche links oben kennzeichnet einen Spielplatz. Foto: Büro Rauschmaier

Steinheim - Die Planungen für das neue Wohngebiet „Seewiesen-Erweiterung“ in Höpfigheim werden immer konkreter. Karsten Heuckeroth vom Ingenieurbüro Rauschmaier stellte dem Gemeinderat am Dienstag eine verfeinerte Version des Konzepts vor, das durch die Bank begrüßt wurde. Nun sollen die Grundstücke auf dem 0,86 Hektar großen Areal per Umlegung so zugeschnitten werden, dass tatsächlich alles wie am Schreibtisch entworfen bebaut werden kann. Ziel ist, die Erschließung schon bis Sommer oder Herbst 2019 abzuwickeln. „Dann können die ersten Häuser aus dem Boden wachsen“, sagte der vermessungstechnische Sachverständige Jürgen Holder.

Holder wies zudem darauf hin, dass mit den Eigentümern der betreffenden Areale bereits Gespräche geführt worden seien. Stand jetzt seien die Signale so, dass die Besitzer bei dem Projekt mitmachen, sagt der Bürgermeister Thomas Winterhalter auf Nachfrage. Insofern ist er guter Dinge, dass das Neubaugebiet nicht in letzter Minute doch noch platzt. Sieben Flurstücke auf der Wiese seien in privater Hand, drei gehörten der Stadt, erklärte Holder in der Sitzung.

Karsten Heuckeroth machte den Räten klar, dass auf dem Gelände kein Platz im Überfluss zur Verfügung steht und eine entsprechend intensive Bebauung angestrebt werde. Zudem wird die Straße relativ schmal ausfallen. „Für Parken ist auf den öffentlichen Flächen relativ wenig Platz“, kündigte der Fachmann an. Deshalb habe man abgerückt von den Straßen immerhin acht Stellmöglichkeiten für die Allgemeinheit ausgewiesen. „Mir ist schon klar, dass das nicht reichen wird. Die Leute müssen schauen, dass sie Fahrzeuge auf dem eigenen Grund unterbringen“, sagte Heuckeroth. Vergleichsweise klein seien auch die einzelnen Bauplätze. „Das entspricht jedoch den Wünschen der Leute heute, die nicht mehr einen großen Garten pflegen wollen oder aus zeitlichen Gründen auch nicht können“, erläuterte er. Letztlich können in dem Gebiet zehn Einzelhäuser untergebracht werden. Dazu kommen zwei Mehrfamilienhäuser, in denen zwischen 15 und 18 Wohneinheiten entstehen könnten.

Zahlen, die auch Rainer Breimaier von den Grünen zufriedenstellten, dem an einem angemessenen Verhältnis zwischen Einzelhäusern und Geschosswohnungsbau gelegen ist. In den größeren Einheiten würden eher bezahlbare Wohnungen angeboten, konstatierte Breimaier, der durchblicken ließ, dass ihm dieses Thema am Herzen liegt. Regina Traub von der SPD dachte in eine ähnliche Richtung. Ihr war wichtig, möglichst viel Wohnraum auf dem Areal zu schaffen. Insofern wäre es ihr auch lieber, wenn auf den Grundstücken mehr Doppel- als Einfamilienhäuser realisiert würden.

Karsten Heuckeroth beteuerte, dass theoretisch auf allen Parzellen zwei Wohneinheiten geschaffen werden können, es sich aber nur auf einigen wenigen wirklich anbiete. Eine Antwort, mit der Regina Traub leben konnte, die aber noch ein anderes Anliegen hatte: Mehr Bäume im Plan zu vermerken. Es gebe schließlich keine Ausgleichsmaßnahme für das Gebiet. „Wir nehmen das mit auf“, versicherte Thomas Winterhalter. Später müsse dann entschieden werden, ob das Mehr an Bepflanzung wirklich in den Bebauungsplan aufgenommen werden soll.

Erst in der Zukunft wird sich auch herauskristallisieren, ob die beiden Mehrfamilienhäuser eine Tiefgarage bekommen. Ein Thema, das Hanns Daunquart von der CDU beschäftigte. Möglich wäre das in beiden Fällen, versicherte Heuckeroth. Generell biete das Gebiet viele Optionen für Architekten und Bauherrn, lobte Thomas Biró von der CDU. „Man kann vom Flachdach bis zum Satteldach alles machen“, sagte er und ging damit auf die Tatsache ein, dass alle Dachformen gestattet werden.

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