Schießen/Affalterbach Abstieg: Beim SV Affalterbach endet eine Ära

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Colin Fix kehrt Foto: Archiv (avanti)

Affalterbach - Die Minimalchance auf den Klassenverbleib in der zweiten Bundesliga Südwest der Luftgewehrschützen hatte sich für den SV Affalterbach beim letzten Saisonwettkampf am Sonntag in Gruibingen bereits zerschlagen, da hatte der SVA noch gar nicht ins Geschehen eingegriffen. Denn zum Auftakt gewann der Vorletzte SV Wiesensteig gegen den einen Platz besser postierten KKSV Heitersheim mit 3:2, wodurch Affalterbach den letzten Platz nicht mehr verlassen konnte. Die Affalterbacher unterlagen dem SV Jockgrim dann mit 0:5, Heitersheim mit 1:4.

„Wir hatten einen winzigen Funken Hoffnung, aber ohne Ausländer vorne (diese sind bei den Commonwealth Games im Einsatz, Anm. der Red.) war klar, dass es schwer werden würde“, sagt SVA-Trainer Knut Boettig. Die Resultate von 1909:1937 gegen Jockgrim sowie 1916:1940 Ringen gegen Heitersheim zeigen, dass für den SVA nichts zu holen war. Letztlich hätten aber selbst zwei Siege und ein Heitersheimer Erfolg gegen Wiesensteig nichts gebracht. Denn da aus der ersten Bundesliga Süd mit dem SSV Kronau und der SVVg Brigachtal zwei Teams aus dem Südwesten abgestiegen sind, müssen aus der zweiten Liga Südwest sogar drei Teams runter. „Der Viert- und Fünftletzte spielen in der Abstiegsrelegation, das hat es auch noch nicht gegeben“, so Boettig.

Beim SV Affalterbach endet mit dem zweiten Abstieg in Folge eine Ära. 20 Jahre hat der Verein in der Bundesliga bestritten, war Gründungsmitglied dieser Spielklasse. Drei Jahre war der Verein zudem Zweitligist. Ab Herbst tritt er nun in der Württembergliga an. „Das ist natürlich schade, aber wir müssen das akzeptieren“, meint Boettig. Er würde das Team nun gerne so aufstellen, dass ein Wiederaufstieg möglich ist. „Da müssen der Verein und die Vorstandschaft aber dahinterstehen. Möchte man hingegen nur noch auf Bezirksebene spielen, bin ich nicht mehr dabei“, stellt Knut Boettig klar. Noch unklar ist zum Beispiel die Frage, ob der SVA auch in der Württembergliga auf Ausländer setzt. „Ich werde in den nächsten Wochen mit ihnen sprechen, ob sie sich das vorstellen können. Sie müssen natürlich auch bereit dazu sein“, so Knut Boettig. Helfen würde das allemal, denn ein direkter Wiederaufstieg wird nach Einschätzung des SVA-Trainers alles andere als ein Selbstläufer. „Der Leistungsunterschied zur zweiten Liga ist nicht so groß. Da gibt es gute Mannschaften, auch wenn manchen Spielern noch die Erfahrung fehlt. Man kann da nicht nur kommen und wollen.“

Klar ist bislang nur, dass Colin Fix, der am Sonntag an Nummer eins trotz einer Handverletzung durchgebissen hatte, zu seinem Heimatverein KKS Ispringen zurückkehren wird, der in der Oberliga Baden schießt. Drei Spieler, deren Namen Boettig noch nicht nennen möchte, haben hingegen ihren Verbleib zugesagt. „Wir haben lange und intensiv gesprochen“, so der Trainer. Auch mit möglichen Neuzugängen befindet er sich in teils fortgeschrittenen Gesprächen. Dem SVA stehen also spannende Wochen bevor.

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