Rielingshausen Der Abriss der Kirche hat begonnen

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Am Dienstag ist der Bagger im Marbacher Stadtteil angerückt.. Foto: privat

Rielingshausen - Es wird ernst. Am Dienstag haben die Abbrucharbeiten an der neuapostolischen Kirche in Rielingshausen begonnen. Für die Anwohner bot sich ein spektakuläres Schauspiel, als der Kirchturm des vor 30 Jahren eingeweihten Gotteshauses mit einem Bagger vom Dach des Gebäudes gerissen worden ist. Läuft alles nach Plan, dann kann das auf dem Areal geplante Seniorenheim in rund eineinhalb Jahren eröffnet werden, teilt der Erste Beigeordnete der Stadt Marbach, Gerhard Heim, auf Anfrage mit. „Die Abrissarbeiten werden wohl zwischen drei und vier Wochen dauern und dann geht es nahtlos an den Bau.“ Das Projekt sei von Anfang an sehr positiv begleitet worden, fügt Heim an. Sowohl seitens der Kommunalpolitik als auch seitens der Bevölkerung. „Wir sind froh, dass die Einrichtung geschaffen werden wird.“

Das bestätigt der Rielingshäuser Ortsvorsteher, Eberhard Ruoff. „Das Interesse von Rielingshäusern ist da. Ich habe einige Gespräche mit Bürgern geführt“, berichtet Ruoff. Für ihn persönlich ist der Abriss der neuapostolischen Kirche ein emotionaler Moment. „Die Kirchenmitglieder haben sich den Bau damals teilweise vom Mund abgespart“, erinnert er sich. „Ich bin froh und glücklich, dass dort ein Pflegeheim entsteht. Das ist eine adäquate Nutzung und eine wichtige Einrichtung für den Ort.“

Zwölf Wohnungen und 30 Pflegeapartments entstehen auf dem Platz der Kirche. Mehr als die Hälfte der Wohnungen sind bereits verkauft beziehungsweise reserviert, informiert Daniel Bolg, Juniorchef der Wfs-Gruppe aus Neckarsulm. Die unterschiedlich großen Wohnungen werden bevorzugt an Einwohner aus dem Stadtteil und nicht nach Höchstgebot verkauft – das hatte Seniorchef Ulrich Bolg bei einem Infotreffen vergangenen September angekündigt. Die Wohnungen sind im zweiten Obergeschoss und im Dachgeschoss untergebracht.

Die 30 Pflegeapartments, die im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss sein werden, sind bereits alle an Kapitalanleger verkauft, berichtet Daniel Bolg.

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