Pleidelsheim Ein ruhiges kreatives Ferienangebot

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Die Kinder dürfen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Foto: Werner Kuhnle

Pleidelsheim - Das bunte Treiben in den Ferien muss sich nicht nur ums Toben und Verkleiden drehen. Farbenreich und vielfältig geht es in der Galerie Gabriel zu. Fünf Mal steht die Kunstwerkstatt allen Kindern von fünf bis zehn Jahren offen.

Am Montag nutzten rund zehn Kinder die Möglichkeit, ihre Phantasien in der „Tonwerkstatt“ umzusetzen. Inmitten von Wänden voller herrlicher Kunstgemälde stehen Werkutensilien auf einem Tisch. Unterlagen, Modellierwerkzeug und ein Klotz grauer Ton. Daneben Häschen und ein Clown in hellerer Färbung. „Die sind schon gebrannt“, erklärte Betreuerin Yvonne Sauer. Sie könnten aber heute als Vorlage dienen, erklärte die Tochter der Galeristin Gerda Gabriel. Grundsätzlich dürften die Kinder aber gestalten, was sie wollten. In der Programmbeschreibung heißt es, dass angeregt durch Geschichten, Märchen und Naturbeobachtungen bei Kindern ein Prozess geweckt werden solle. Kreatives Denken würde gefördert und das wichtigste sei, dass die Kinder entdecken, wie viel Freude kreatives Tun mache.

Einige Kinder hatten ihren Spaß daran, Osterhäschen zu formen, wobei jedes ganz individuell aussieht. Die Tierchen sitzen oder liegen, mit winzig kleinen und langen Ohren und auch Osternester fanden sich dabei. Ein Junge hatte einen Totenkopf vor sich stehen, bis zum Unterkiefer hatte er den Schädel schon aufgebaut. „Er hat sich etwas Schweres vorgenommen“, so Sauer. Einige Kinder seien wiederholt dabei und somit geübt. Zum Teil haben sie auch schon Regelkurse besucht.

„Ich war schon bei den Erdpigmenten“, erklärte ein Zehnjähriger. Er meinte damit den Termin, bei dem Farben hergestellt werden. Das könnten die Kinder beim Mittwochsangebot wieder ausprobieren. Am Tag davor werden Geschichtsbilder mit Pastellkreide kreiert. Am Donnerstag ist „Malen-Stempeln-Drucken“ an der Reihe und zuletzt werden Bildideen mit Acryl verwirklicht. „Die Themen beziehen sich hauptsächlich aufs Malen“, das sei laut Sauer das Hauptthema: „Der Unterschied zur KinderKunstWerkstatt ist, dass sie heute länger dranbleiben können.“

Und so nutzen die Kinder den Vormittag in ruhigem Eifer. „Die sind immer voll bei der Sache und dabei sehr lieb“, lobte ihre Betreuerin. Und sie habe den Eindruck, dass das Kunstwerken sie vom Schulstress runterhole. Dabei habe der Kurs keinen therapeutischen Hintergrund, wie andere Angebote. „Es macht super Spaß“, beurteilen die Künstler.

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