Oberstenfeld Schnittgutsammelaktion in den Streuobstwiesen abgeschlossen

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Schnittgut-Haufen an einem Sammelweg im Hagenloch. Foto: Dirk Hadtstein/ LEV Ludwigsburg e.V.

Oberstenfeld - Die gemeinsam vom Landschaftserhaltungsverband Landkreis Ludwigsburg e.V. (LEV), der Gemeinde Oberstenfeld und der NABU-Ortsgruppe Oberstenfeld durchgeführte Schnittgutsammelaktion wurde letzte Woche erfolgreich beendet. Die Aktion bot den Streuobstwiesenbesitzern der Oberstenfelder Gewanne Hagenloch-Lerchenberg und Hummelsberg-Geschwindäcker die Möglichkeit, das bei der Pflege ihrer Streuobstwiesen anfallende Schnittgut kostenlos abtransportieren zu lassen. Bei der Aktion wurden etwa 280 Kubikmeter locker geschichtetes Schnittgut eingesammelt und zu 42 Kubikmetern Hackschnitzel verarbeitet. Die Schnittgutsammelaktion trägt zur Verbesserung des Pflegezustands der Obstbäume und zum Erhalt der Streuobstwiesen bei.

Rund 15 500 Obstbaum-Hochstämme bilden das Rückgrat der Oberstenfelder Streuobstwiesen. Die Mehrzahl der Bäume wird – wie im ganzen Land – gar nicht oder nur unregelmäßig gepflegt. Aufgrund ihres schlechten Pflegezustandes droht den für Mensch, Flora und Fauna als Lebensraum gleichermaßen wichtigen Streuobstwiesen der schleichende Tod.

Vor diesem Hintergrund sollte der kostenfreie Abtransport des Schnittguts den Streuobstwiesenbesitzern die Pflegearbeiten an ihren Obstbäumen erleichtern. Als Nebeneffekt ergab sich gleichzeitig ein gewisser Ausgleich für die Schließung des Oberstenfelder Häckselplatzes und die dort entfallene Entsorgungsmöglichkeit. An ausgewiesenen Sammelwegen wurden insgesamt rund 80 Schnittgut-Haufen unterschiedlicher Größe deponiert.

Das Angebot wurde von 55 Stücklesbesitzern angenommen, insgesamt wurde Schnittgut von 63 Flurstücken eingesammelt. Die tatsächlichen Zahlen liegen sicher höher, da zu vorhandenen Schnittgut-Haufen oft noch Material von weiteren Stücklesbesitzern dazukam.

Die an den Sammelwegen deponierten Schnittgut-Haufen wurden zunächst von kleinen wendigen Fahrzeugen aufgenommen und an für Großfahrzeuge gut erreichbare Standorte gebracht. Das an den Sammelpunkten konzentrierte Schnittgut wurde dann in einem zweiten Schritt, einer großen Häckselmaschine zugeführt. Die Hackschnitzel aus Oberstenfeld werden mit anderen vermischt und im Heizwerk einer Schule in Steinheim einer energetischen Verwertung zugeführt.

Der LEV, die Gemeinde und der NABU übernahmen die Planung, Koordination und Betreuung des Pilotprojekts, die Finanzierung erfolgte durch den LEV und die Gemeinde Oberstenfeld. Das Sammeln und Häckseln des Schnittguts wurde vom Maschinenring Rems-Murr-Neckar-Enz e.V. durchgeführt.

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