Oberstenfeld/Handball „Im Vorbeigehen schlägt man die nicht“

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Das Team muss zusammenhalten, um was zu reißen – und ihrem Trainer das beste Geschenk zu machen. Foto: Archiv (avanti)

Oberstenfeld - Ein richtig starkes Spiel haben die Württembergliga-Handballer des SKV Oberstenfeld vergangene Woche bei der SG BBM Bietigheim II abgeliefert und auch verdient mit 32:28 gewonnen. Da dürfte man meinen, wenn danach der Tabellenvorletzte kommt, ist die Lage klar. Man selbst geht als klarer Favorit in die Partie und hat einen Sieg fest eingeplant. Doch so einfach ist die Lage nicht, wie Oberstenfelds Trainer Michael Walter vor dem Heimspiel am Samstag um 20 Uhr gegen den TV Flein klarstellt. „Im Vorbeigehen schlägt man die nicht“, sagt er und belegt diese Aussage zugleich mit Fakten.

So hat sich beispielsweise der Tabellenzweite TSV Schmiden vergangene Woche extrem strecken müssen, um am Ende mit einem 25:24 aus Flein abzureisen. „Da hatten sie einfach Pech“, sagt Walter. Und auch davor, gegen den Dritten SV Leonberg/Eltingen, ging es enorm eng zu. Auch hier verloren die Fleiner mit nur einem Tor Unterschied. „Das wird ein ganz enges Ding am Samstag“, ist Michael Walter deshalb überzeugt. Zumal die Fleiner in seinen Augen über gute Einzelspieler verfügen, aber zugleich als geschlossene Mannschaft auftreten. „Sie spielen eine sehr kompakte Abwehr. Da müssen wir das Spiel breit machen, um Lücken zu finden“, fordert der Coach der Bottwartäler.

Auf der Mittelposition „haben sie mit Sven Kroll einen starken Spieler“, sagt Walter, „und am Kreis steht mit Christian Joos jemand, der die Bälle echt gut fangen kann. Er ist sehr groß und sie spielen ihn auch gerne hoch an.“ Auf Halblinks dürfe man Marco Schilpp nicht werfen lassen. „Außerdem macht Jan Scheitterlein immer seine Tore. Mit ihm habe ich selbst noch in Flein zusammengespielt. Ihn in den Griff zu bekommen ist schwer“, weiß Walter. Hochmotiviert dürfte zudem Torhüter Nicolai Fasano sein, denn er spielte in der Jugend beim SKV Oberstenfeld und kehrt somit zu seiner alten Wirkungsstätte zurück. Eine ganz besondere Motivation dürften an diesem Samstag aber auch die Hausherren haben, denn ihr Trainer heiratet.

„Ein Sieg wäre das beste Geschenk“, sagt dieser schmunzelnd. Zumal seine kleine Hochzeitsgesellschaft nach der standesamtlichen Trauung am Mittag und anschließendem Essen und Kaffetrinken mit in die Halle kommt. „Ich versuche die beiden Sachen zu trennen. Die Hochzeit ist das eine, das Spiel das andere. Aber natürlich wäre es stimmungstechnisch schön, wenn wir am Ende die zwei Punkte holen“, sagt Michael Walter, der bei diesem Unterfangen auf Sebastian Sauerland verzichten muss, der geschäftlich weg ist. Außerdem stehen hinter den Einsätzen von Jan Fuhrmann und Nick Teske zwei große Fragezeichen. Sie haben beide mit Leistenproblemen zu kämpfen.

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