Murr/Marathon Großbottwar holt das Triple beim Stimmungswettbewerb

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Organisationschef Gerhard Petermann (Fünfter von links), Murrs Bürgermeister Torsten Bartzsch (Dritter von rechts) und Julia Spors, stellvertretende Redaktionsleiterin der Marbacher Zeitung (rechts), haben von links Petra Keller, Erwin Ungerer, Jasmin Setzer, Andrea Philippi und Sven Hermanowski stellvertretend für ihre Gemeinden ausgezeichnet. Foto: avanti

Murr - Es hat schon Traidtion: Jahr für Jahr werden im Rahmen des Helferfestes des Bottwartal-Marathons die Sieger des aktuellen Stimmungswettbewerbs, der vom Organisationsteam des Marathons sowie der Marbacher Zeitung veranstaltet wird, gekürt. So auch am Freitagabend in der Murrer Gemeindehalle. Rund 300 der 650 Helfer der Läuferveranstaltung waren gekommen und erlebten dabei, wie Großbottwar zum dritten Mal in Folge den Sieg für sich verbuchen durfte – und damit Gronau und Steinheim hinter sich ließ. „Wir sind happy. Damit hätten wir nicht gerechnet“, sagten Andrea Philippi (MAG) und Sven Hermanowski (TV Großbottwar), die den Gutschein über 200 Liter Freibier und das Siegerschild stellvertretend für die Storchenstadt in Empfang nahmen.

165 der 461 abgegeben Stimmen waren auf Großbottwar entfallen, Gronau als zweitplatzierte Gemeinde erhielt 91 Stimmen. Ganze 85 Läufer sprachen sich für Steinheim, den Ort des Zielbereichs, aus, was zu Platz drei führte. Begeistert und absolut zufrieden zeigten sich alle Vertreter der Gemeinden. Die Steinheimer Leichtathletin Jasmin Setzer, die beim Marathon als Streckenhelferin fungiert, strahlte, als sie neben dem Schild für Platz drei auch noch den Gutschein über 50 Liter Freibier entgegen nehmen konnte. Die Gronauer Petra Keller und Erwin Ungerer meinten: „Platz zwei ist völlig in Ordnung. Wir sind zufrieden und freuen uns sehr darüber.“ Keller ist Helferin am Kreisel in Gronau, Ungerer begrüßt die Läufer als Sprecher von einem Kran aus. Die gewonnenen 100 Liter Freibier haben die beiden bereits fürs kommende Jahr eingeplant, damit erneut Partystimmung an der Strecke herrschen kann. So wie es in Gronau seit Jahren der Fall ist. Zu Beginn des ausgerufenen Stimmungswettbewerbs hatte Gronau fast auch schon ein Abo auf den Sieg – bis es eine Änderung im Ablauf gab und andere Gemeinden immer näher auf die Pelle rückten. „Ganz so einfach wie früher ist es für uns nicht mehr, die Stimmen zu holen. Denn seitdem bei uns der Halbmarathon-Start ist, begrüßen wir die Halbamarathonis ja nicht mehr während ihres Laufes“, erklärt Keller. Schlimm ist das aber nicht, denn ebenso wie für sie, zählt auch für die Großbottwarerin Andre Philippi vor allem eines: „Wir machen das aus Spaß an der Freude. Wir wollen die Läufer nach vorne pushen.“ Dass das funktioniert hat zeigen die Rückmeldungen zahlreicher E-Mails und Bemerkungen bei der Stimmabgabe. „Es gab keine einzelne Reklamation eines Läufers in diesem Jahr, sondern nur Lob“, berichtete Gerhard Petermann, der Marathon-Organisationschef, und fügte an: „Manchmal meint man, es kann gar nicht wahr sein, was uns hier wiederfährt.“

All das sei der Verdienst jedes Einzelnen, denn ohne den Einsatz der Helfer wäre eine Veranstaltung wie diese nicht möglich. „Man muss die Leistung aller anerkennen, denn das ist nicht selbstverständlich“, sagte er. Murrs Bürgermeister Torsten Bartzsch, der ebenfalls zur Feierstunde gekommen war, merkte an: „Der Bottwartal-Marathon ist ein Aushängeschild für die ganze Region und er hat eine Dimension, bei der man nur den Hut ziehen kann vor denjenigen, die mithelfen, dass so ein Tag rund läuft.“ Weiter lobte er die Helfer: „Sie können sich selbst gratulieren, denn sie haben es geschafft, dass der Bottwartal-Marathon zum dritten Mal in Folge zum besten Marathon Baden-Württembergs gwählt wurde und zugleich in die Top Ten Deutschlands. Das ist eine riesen Leistung.“ All das ginge nur gemeinsam – und genau diesem Motto getreu wurde im Anschluss gemeinsam gegessen und gefeiert.

Approps Essen: Für seine kulinarische Überraschung bekam die Gemeinde Kleinbottwar im Rahmen des Stimmungswettbewerbs noch einen Sonderpreis überreicht, den Wolfgang Stiefel (GSV) in Empfang nahm. Er und sein Team hatten die Läufer nämlich mit einer schwarzen Wurst bei Kilometer 40 beglückt.

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