Murr Entspannte Lage beim künftigen Kreisel

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Foto: Laura Buschhaus

Entspannt – mit diesem Wort lässt sich am treffendsten die Situation beschreiben, die am Donnerstagmorgen zwischen 7 und 8 Uhr rund um die Baustelle für den neuen Kreisel in Murr geherrscht hat. Eigentlich ist das die Zeit des dicksten Berufsverkehrs, doch die Sommerferien haben sich eindeutig bemerkbar gemacht. Der Verkehr lief völlig reibungslos, an der Ampel zur Einmündung in die Landesstraße 1125 standen maximal fünf oder sechs Autos gleichzeitig, die in Richtung Pleidelsheim oder Marbach/Steinheim abbiegen wollten. Auch aus der Gegenrichtung kommend gab es keine Probleme, obwohl die Abbiegespur nach rechts direkt nach dem Bergkelter-Tunnel nun gesperrt ist. Wer ins Industriegebiet im Langen Feld wollte, fuhr einfach eine Straße weiter und bog dann erst ab.

Am Mittwochabend hat die Baufirma Lukas Gläser die Absperrungen errichtet. Von der Straße Im Langen Feld aus kann nun nicht mehr nach links in die Bietigheimer Straße Richtung Murr abgebogen werden, sondern nur noch nach rechts zur Landesstraße. Denn zwischen der Einmündung der Landesstraße und dem Benninger Weg ist die Bietigheimer Straße jetzt eine Einbahnstraße, heißt: Man kommt auf diesem Weg aus Murr heraus, aber nicht mehr hinein. Die Einmündung „Bei der Bergkelter“/Bietigheimer Straße ist voll gesperrt. Genau dort haben pünktlich um sieben Uhr die Bauarbeiter die Arbeiten aufgenommen. „Wir sprühen jetzt erst einmal mit Farbe auf die Straße, wo die Leitungen liegen, dann wird der Asphalt gesägt und aufgebrochen“, erklärte der Polier Maik Kretschmer. Die Markierung für die Leitungen ist aber nur so ungefähr, ohne einen sogenannten Suchschlitz geht es nicht ab. „Dann können wir die Leitungen freilegen und schauen, was da wie genau liegt.“

Warum muss man überhaupt die Leitungen freilegen, wenn man darüber einen Kreisel baut? „Wir können sie ja nicht quer durch den Kreisverkehr laufen lassen, das wäre blöd, wenn da später mal was ist“, erklärte der Fachmann. „Deshalb müssen die Leitungen erst einmal aus dem Bereich des zukünftigen Kreisels heraus verlegt werden.“ Bevor die Arbeiten aber überhaupt begannen, hängte Kretschmer einen Sicherheitsplan an der Tür des Bauwagens auf, der auf der Wiese nebenan steht. „Das muss zuallererst gemacht werden“, betonte er. Zu finden sind auf dem Plan nicht nur Notfallnummern, sondern auch beispielsweise Punkte wie die Koordination von Lagerplätzen, Baustromverteiler und elektrischen Leitungen.

Die Anwohnerin Doris Reinhardt warf im Vorübergehen einen interessierten Blick auf die Vorbereitungen der Bauarbeiten. „Ich bin heute extra zu Fuß zum Einkaufen gegangen, weil ich mir nicht sicher war, ob man mit dem Auto gut durchkommt.“ Dass es noch so ruhig war, hat sie auch ein wenig überrascht. „Wenn später die andere Straßenseite gesperrt ist, wird es wahrscheinlich schwieriger wegen dem Aldi“, mutmaßte sie. Noch jedoch gibt es keine Probleme, obwohl derzeit sogar auch in der Straße Im Langen Feld noch eine Baustellenampel den Verkehr regelt.

Im Blättle habe gestanden, dass die Murrer die Busspur nutzen dürften, meinte sie: „Das wäre gut, sonst müssen wir ja immer über Steinheim fahren.“ Immerhin soll die Baustelle ja voraussichtlich bis Ende des Jahres bestehen bleiben.

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