Murr Die Fröhlichkeit springt auf die Zuhörer über

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Hingebungsvoll intonieren die Foxes 4C ihre Lieder. Foto: avanti

Murr - Das erste Mal luden die Sänger des Chores Foxes 4C zu ihrem Konzert nach Murr, und schon ist die Kirche voll. Vielleicht ahnten die Besucher, dass der junge, rund ein Dutzend Köpfe starke Chor aus Beilstein Sonnenschein im Gepäck hat. Der Chorleiter Ulrich Staudenmaier greift beherzt in Gitarrensaiten, Pianistin Kerstin Geier teilt den poppigen Rhythmus, und die Stimmen der Foxes 4C füllen den Raum prompt mit guter Laune.

Mit heiteren Gesichtern und strahlend roten Schals um den Hals groovt der Chor „Alive“ von Aodhan King und Alexander Pappas. „Jesus lebt“, sagt Staudenmaier – und greift damit den eben dargebotenen Songtitel auf. Alle Lieder stünden unter diesem Motto und sollen diese erhellende Botschaft mitgeben, erklärt er zu Beginn.

Bereits bei Andy Harrisons „Turn it up“ klatschen die Zuhörer an diesem feierlichen Abend animiert den Takt mit. Zwischen den Songs deutet der Chorleiter hin und wieder auf den philosophischen Inhalt. Beispielsweise bei „Seasons of Love“ (von Jonathan Larson) den Jahreszeiten der Liebe oder nach „Waterfall“ (von Chris Tomlin und Ed Cash), dem Wasserfall, der, wie die frohe Botschaft, nie enden würde. Auch „Cast My Cares“ von Blake Neesmith, Casey Brown und Sam Tinnesz ist ein Worshipsong, also eine Lobpreismusik, wie alle Titel des Abends. Eine Musik, die zum Mittanzen anregt.

Foxes 4C ist der junge Chor des Beilsteiner Gospelchorvereins Groovin’ Foxes. Deren wesentlicher Inhalt ist die musikalische Verkündigung der christlichen Botschaft in ihren Konzerten. Seit 2008 wird der Hauptchor durch die Foxes 4C mit Sängern jugendlichen Alters ergänzt und, wie der Hauptchor, von Uli Staudenmaier geführt. Zum Musikgenre der Jugend, New Gospel, gehören Elemente aus HipHop, Rap und weiteren modernen Stilen.

Am Sonntagabend überträgt Staudenmaier seine Fröhlichkeit auf alle, indem er mitsamt seiner Gitarre in der Kirche hin und her wandert. Nach quirligen Songs, wird die Stimmung durch Balladen gemildert. Im populären „All of me“ von John Legend und „Oceans“ von Matt Cocher, Joel Houston und Lamon Lightelm schwingen besinnliche Harmonien durch die Kirche. Im schwungvollen „Deeper“ von Meredith Andrews wirkt neben dem Chor ein Duett aus jeweils einer Sopran- und Tenorstimme. Während der gesamten Vorstellung in der Peterskirche setzen folgende Solisten besondere Akzente: Miriam Conrad, Marvin Haag, Mars Lienerth, Tabea Müller, Lara Weilguni und Sophie Staudenmaier, die Tochter des Dirigenten.

Die Zuschauer dieses bemerkenswerten Konzerts steigen während des Abends häufig klatschend oder wippend in die stimmungsvolle Atmosphäre mit ein. Die melodischen Stücke „You Shine“ von Brian Doerksen und „God of Wonders“ von Marc Byrd und Steve Hindalong ergänzen ein gelungenes Konzert, das zu Recht kräftigen Beifall erntet.

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