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MarbachVon kochenden Trainern und Fan-Rivalitäten

Julia Spors, vom 24.12.2012 00:00 Uhr
FC-Trainer Detlef Olaidotter hat nun auch eine gelbe Regenjacke. Foto: dpa
FC-Trainer Detlef Olaidotter hat nun auch eine gelbe Regenjacke.Foto: dpa

Marbach - Termine für gemütliche Abende zu finden, scheint in der heutigen Zeit immer schwieriger zu werden. Selbst oder aber vielleicht sogar vor allem in der Weihnachtszeit. „Irgendwie haben wir es nicht hinbekommen, deshalb findet unser Weihnachtsessen in diesem Jahr erst am 5. Januar statt“, erklärt etwa Uli Heyden, der Trainer der Oberliga-Basketballer des TV Marbach. Dem Coach kommt dabei diesmal aber eine ganz besondere Rolle zu: Er muss kochen. „Ich muss mich ja schließlich auch mal revanchieren für all das, was mir die Mannschaft gibt“, sagt er und hat sich deshalb überlegt, seine Akteure kulinarisch zu verwöhnen. Wobei: So richtig tief greift Uli Heyden nicht in die Koch-Trickkiste. „Es wird Spaghetti Bolognese geben“, erklärt der TVM-Trainer schmunzelnd.

Wahrscheinlich ein breiteres Angebot an Speisen wird es bei der Weihnachtsfeier der aktiven Handballer des TV Großbottwar geben, die sich ebenfalls am 5. Januar treffen. „Eigentlich wollten wir ja am 22. Dezember feiern, aber da war ja nun Pokal. Dementsprechend mussten wir alles wieder über den Haufen werfen“, sagt Männer-Trainer Jörg Haug, der sich auf ein gemütliches Beisammensein mit seinen Jungs und den Frauen-Teams freut. Nichtsdestotrotz: Ein kurzes Fest ließen sich die Bezirksliga-Handballer vorgestern nach ihrer Pokalpartie nicht nehmen. Geschenke gab es dort aber nicht. Diese hielten vor allem bei den Fußballern in unserem Verbreitungsgebiet Einzug.

Bei den Pleidelsheimern etwa. Traditionell stand dort Wichteln auf dem Programm. Und wie auch schon in den Jahren zuvor, gab es bei der diesjährigen Weihnachtsfeier im Vereinsheim einiges zu schmunzeln. Nur einem verging das Lachen: dem Coach des Bezirksligisten. Denn der leidenschaftliche Schalke-Fan stand am Ende mit einer BVB-Badeente in der Hand da. „Das geht als Gelsenkirchener nun wirklich nicht“, meint er. Was er selbst an einen seiner Spieler verschenkt hat, „kann ich nicht verraten, denn es war zu hämisch“, erklärt Thilo Koch .

Ein wirklich praktisches Geschenk bekam dafür Detlef Olaidotter, der Coach des Fußball-Bezirksligisten FC Marbach von seiner Mannschaft überreicht. „Ich hatte in meinem Paket eine Regenjacke mit FC-Logo, damit ich bei Regen und Kälte nun etwas mehr geschützt bin. Schließlich bin ich bei jedem Wetter draußen. Und meine Jungs wollten wohl nicht, dass ich mich erkälte“, sagt der ehemalige Bundesliga-Profi, der die ausgelassene Stimmung in der FC-Klause voll und ganz genossen hat. „Es war ja meine erste Weihnachtsfeier in der Schillerstadt. Da wir sportlich derzeit richtig gut stehen, konnte die Feier auch dementsprechend ausgelassen sein.“

Einen stimmungsvollen Abend haben auch die Kicker des VfR Großbottwar erlebt, die einen kleinen Rückblick sowie einen Ausblick gewagt haben. Coach Rainer Schreiber sogar schon so genau, dass er seinen Schützlingen als Geschenk den frisch erstellten Trainingsplan für die kommenden Monate überreichte. „Das passt doch zu einer Weihnachtsfeier eines Sportvereins“, meinte er mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

In sportliche Richtung haben auch die Fußballer des TSV 1899 Benningen bei ihrem diesjährigen Fest der Liebe gedacht. Anstatt alleine zu feiern, haben die Kicker diesmal gemeinsam mit der Zweiten und der A-Jugend gefestelt. „Schließlich wollen wir die Integration vorantreiben. Die Jugend soll richtig eingebunden sein bei uns“, erklärt TSV-Trainer Perry Zuidema, der von seinem Team für seinen Einsatz unter dem Jahr einen Gutschein für ein Möbel-Einrichtungshaus bekam. Sein Einsatz – er ist auch zwischen den Jahren gefragt. „Im Moment stehen Spielergespräche an. Wir haben auf einmal ganz großen Bedarf im Mittelfeld, denn Steffen Böhler wird die komplette Runde ausfallen.“ Ein Knorpelschaden im Knie ist schuld. „Der wurde erst jetzt entdeckt. Das ist sehr ärgerlich, denn nun brauchen wir dringend noch einen Spieler.“ Die Arbeit und die Termine gehen also auch über Weihnachten und Neujahr nicht aus.

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