Marbach Lateinschüler bekommen ihren Austausch

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Der Besuch beim Bürgermeister darf natürlich nicht fehlen. Foto: KS-Images.de

Marbach - Bürgermeister Jan Trost durfte am Montagvormittag gleich zwei verschiedene Nationalitäten im Bürgersaal des Rathauses begrüßen. Zunächst waren die 27 Schüler aus der Partnerstadt L´Isle-Adam zu Gast beim Chef der Stadt. Sie sind am Donnerstag angereist und werden noch bis Mittwoch im Rahmen eines Schüleraustauschs des Friedrich-Schiller-Gymnasiums (FSG) die deutsche Kultur hautnah erleben.

Zwar haben sie schon einige wichtige Programmpunkte abgehakt, aber der Besuch beim Bürgermeister darf natürlich nicht fehlen. Mit französisch-deutscher Dekoration und Butterbrezeln wurden sie vom Schultes herzlich in Empfang genommen. Für die meisten Gastschüler ist es das erste Mal in der Partnerstadt.

In seiner Ausführung, die mit Übersetzung von der französischen Klassenlehrerin Isabelle Culleron begleitet wurde, erzählte Trost von den Besonderheiten der Stadt und was Marbach ausmacht. ,,Unsere Stadt ist sehr lebendig und hat viel zu bieten”, wies er auf die schöne Altstadt, den Neckar und die vielen Schulen hin. Außerdem erklärte der Bürgermeister, dass das FSG mit seinen knapp 2380 Schülern zu den größten des Landes zählt. Mit ein wenig Stolz in der Stimme verwies er auf die vielen internationalen Verbindungen und Städtefreundschaften Marbachs hin. ,,Fast die ganze Welt war hier schon zu Gast”, verkündete Trost auch mit Bezug auf die vielen Schüleraustausche.

Viele Austausche bedeuten auch viele Begrüßungen von Seiten des Bürgermeisters. So waren die französischen Schüler am Montag nicht die einzigen, die vom Schultes persönlich eine kleine Lehrstunde über die Stadt bekommen haben. Auch aus Italien hatten sich einige Schüler mit ihrer Deutsch- und Klassenlehrerin Michelina Linsalata auf den Weg in die Schillerstadt gemacht. 18 Jungen und Mädchen aus Rom waren am Sonntag in Marbach und in ihren Gastfamilien angekommen. Zum zweiten Mal hatten Marion Beckmann und Barbara Wirsching, Lateinlehrerinnen am FSG, den Austausch für Lateinschüler organisiert. ,,Normalerweise haben Lateinschüler keine Gelegenheit, an einem Austausch teilzunehmen”, sagen Beckmann und Wirsching über ihre Beweggründe.

Ein solches Programm für Schüler des Lateinunterrichts ist eine Neuheit und Baden-Württemberg einzigartig. Von deutscher und italienischer Seite ist das Interesse groß und auch auf ihrer Liste stehen noch einige spannende Punkte, die ein weites Kulturprogramm zu bieten haben.

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