Marbach/Fußball „Haben ein richtig dickes Brett vor der Brust“

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Angelo de Capua (rechts) hat im Hinspiel zwei Tore erzielt, droht aber diesmal krankheitsbedingt auszufallen. Foto: Archiv (avanti)

Marbach - Beim ersten Blick auf die Tabelle der Fußball-Bezirksliga spricht doch einiges dafür, dass der FC Marbach als aktuell Zweiter gute Chancen auf den Meistertitel und damit den direkten Aufstieg hat. Schließlich beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter SV Kornwestheim drei Spieltage vor Saisonende nur einen Punkt. Zudem hat der FC das deutlich bessere Torverhältnis und zuletzt aus fünf Spielen vier Siege und ein Unentschieden geholt, während der SVK in dieser Zeit nur acht Punkte verbuchen konnte. Doch vor dem Spiel beim Tabellenvierten TSV Eltingen am Samstag (15 Uhr) will FC-Trainer Christian Seeber gar nicht nach oben schielen. „Denn wir haben da ein richtig dickes Brett vor der Brust“, sagt er.

Die Eltinger sind das Team der Stunde in der Liga. Sieben Siege in Serie haben sie eingefahren und dabei 26:8 Tore erzielt. Mit 30 Punkten aus 14 Spielen führt der TSV die Rückrundentabelle an, und mit einem Sieg gegen den FC würden sich die Eltinger auch die Führung in der Heimtabelle holen. Die Marbacher wiederum würden mit einem Sieg in beiden Statistiken vorne bleiben beziehungsweise die Spitze erklimmen. „Aber das sind Nebenbilanzen. Am Ende ist nur die Tabelle wichtig. Und die sagt ganz klar: Wir brauchen aus den letzten drei Spielen noch einen Sieg, um Platz zwei und damit die Aufstiegs-Relegation zu sichern. Den wollen wir natürlich am liebsten in Eltingen holen“, stellt Christian Seeber klar, wo die Prioritäten liegen.

Für die Eltinger ist das Spiel so etwas wie ein Finale. Denn bei sieben Punkten Rückstand auf den FC müssen sie gewinnen, um noch eine kleine Chance auf Platz zwei zu wahren. Zwar spricht der 5:2-Sieg im Hinspiel für die Marbacher, „aber auch damals hat man schon gesehen, dass die eine richtig gute Truppe haben“, erinnert sich Seeber. Denn seine Mannschaft lag zunächst 0:2 zurück, ehe Nesreddin Kenniche mit drei und Angelo de Capua mit zwei Toren das Spiel noch drehten. „Die Eltinger haben eine sehr junge Mannschaft. Sie sind sehr schnell, vor allem im Umschaltspiel. Sie rücken dann meist mit vier oder fünf Leuten nach. Das macht sie so gefährlich“, warnt der FC-Coach. Seeber ist sich sicher: „Da erwartet uns am Samstag ein ganz heißer Tanz.“

Zumal er nicht gerade auf einen breit besetzten Kader zurückgreifen kann. Schon beim 5:1-Sieg am vergangenen Wochenende hatte er auf der Bank neben Ersatzkeeper Dennis Wendler noch fünf junge Spieler, von denen keiner älter als 22 Jahre ist. „Und da war Luca Heinrich eigentlich noch nicht wieder fit und saß nur für den äußersten Notfall auf der Bank“, ergänzt Christian Seeber. Für die Begegnung in Eltingen sieht es nicht besser aus. Zwar ist Heinrich nun wieder voll einsatzfähig, dafür macht aber Stürmer Angelo de Capua Sorgen, der ja im Hinspiel noch zwei Tore erzielte. „Er ist krank, lag mit Fieber im Bett“, sagt Seeber. „Da müssen wir erst noch schauen, ob er bis zum Spiel wieder so weit auf die Beine kommt, dass wir ihn einsetzen können. Wenn nicht, dann müssen wir uns etwas einfallen lassen.“

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