Marbach/Fußball GSV Pleidelsheim springt auf Platz zwei

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Der TSV Affalterbach mit Albert Bytyqi (rechts) hat gegen Freiberg II gewonnen. Foto: avanti

Marbach - Obwohl Trainer Roberto Raimondo hinterher mit dem Gebotenen überhaupt nicht zufrieden war, schob sich sein GSV Pleidelsheim
mit dem 3:0 (1:0)-Erfolg bei Abstiegskandidat TV Neckarweihingen auf den zweiten Rang nach vorne. „Vor allem unsere erste Halbzeit war katastrophal. Zwar war es auf dem glitschigen, kleinen Kunstrasen schwer, ein Spiel aufzuziehen, aber das darf keine Ausrede sein. Wir haben das Tempo vermissen lassen und nur wenige Spieler erreichten Normalform“, übte Raimondo nach dem Abpfiff durchaus grundsätzliche Manöverkritik. Nachdem Keeper Manuel Michler seine Elf in der Anfangsphase vor einem Rückstand bewahrt hatte, markierte Sascha Ebert nach einer Freistoßvariante die 1:0-Pausenführung (17.). Nach Wiederanpfiff steigerte sich der GSV und erhöhte schließlich durch zwei Tore des eingewechselten Marc Dewald (70., 77.).

Profitiert haben die Pleidelsheimer beim Vorrücken auf den zweiten Platz davon, dass zum einen die Partie des GSV Erdmannhausen
gegen den TV Aldingen II ausfiel, sowie sich zum anderen der bisherige Zweite SGV Freiberg II beim TSV Affalterbach
eine 1:2 (1:1)-Niederlage einfing. Wie sein Kollege Raimondo ging jedoch auch Affalterbachs Coach Mauro Pedace mit seiner Elf trotz des Erfolgserlebnisses hart ins Gericht: „Ein ganz schwaches Spiel von uns“, urteilte er, sprach von einem „Fehlpassfestival“ und davon, „dass uns zugute kam, dass Freiberg heute ausnahmsweise keine Verstärkungen aus seinem Oberligateam hatte“. Dennoch ging der Gast zunächst durch einen Foulelfmeter in Führung. TSV-Torjäger Sascha Reußenzehn glich aber nach einem Konter schon bald wieder aus (23.). Bezeichnenderweise war es in der torszenenarmen Begegnung schließlich ein Eigentor eines Freibergers nach Flanke Sascha Diehls (67.), das den TSV-Sieg besiegelte und diesen auf den fünften Platz vorrücken ließ.

Einen rundherum zufriedenen Trainer suchte man am Samstag auch auf der Bank des FV Oberstenfeld
vergebens. Mit einem 1:1 (0:0) im Gepäck kehrte dieser von Dersim Ludwigsburg zurück und auch FVO-Coach Fethi Asar bescheinigte seiner Elf: „Wir haben schlecht gespielt“. In der torlosen ersten Hälfte hatte der FVO leichte Vorteile. Mit Wiederanpfiff wurde Dersim stärker, doch der mit einigen Angeschlagenen in seinen Reihen angetretene Gast blieb torgefährlicher. Der eingewechselte Ercüment Yazici legte dann die FVO-Führung durch Kasim Simsek auf (67.). Dersim kam jedoch kurz darauf per Elfmeter zum 1:1. In der Endphase verpassten dann Sezer Uzun und Muhammet Desteki den möglichen FVO-Dreier.

Auch um die Gemütslage von Björn Kugler, dem Coach des SGV Murr,
stand es nach dem 3:3 (3:1)-Remis gegen den weiterhin ungeschlagenen Spitzenreiter SV Pattonville nicht zum Besten. „Dass wir nach diesem Spiel mit nur einem Punkt dastehen, ist einfach frustrierend“, gab er Auskunft, denn er hatte sein Team „klar besser“ gesehen. Pattonville zeigte sich dagegen sehr effektiv und nutzte seine wenigen Halbchancen. Christian Krauß sorgte für die SGV-Führung (10.). Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich ließen David Werner per Freistoßflanke, die den direkten Weg ins Tor fand (40.), und Tim Gassmann (43.) Murr mit 3:1 in die Kabine gehen. Nach Wiederanpfiff verkürzte der Gast auf 2:3 (56.). In der Folge ließ der SGV beste Konterchancen aus, bevor er in Gestalt seines Kapitäns Gustav Rapp mit einem Eigentor sogar selbst das 3:3 für glückliche Pattonviller besorgte (86.).

Mit 0:0 trennte sich der VfR Großbottwar
beim Debüt seines Trainers Marc Reinhardt vom SV Kornwestheim II. Zwar hilft der Punkt dem nach wie vor auf einem Abstiegsrang liegenden VfR nicht wirklich weiter, doch Reinhardt war hinterher im Gegensatz zu seinen übrigen Trainerkollegen aus dem Bottwartal zufrieden. „Der Hauptaspekt in der ersten Trainingswoche lag auf der Defensive und das hat gut funktioniert. Wir haben eigentlich nur eine echte Torchance zugelassen und hatten unsererseits vier erstklassige Möglichkeiten“, erläuterte Reinhardt seine Sichtweise. Maik Knittel und Patrick Schorr ließen diese jedoch aus, so dass es beim torlosen Remis blieb.

Spielfrei waren der TGV Beilstein
in der Staffel A1 Unterland und die SVG Kirchberg
aus der Kreisliga A2 Rems-Murr.

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