Marbach/Fußball Der FC muss sich einen neuen Trainer suchen

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Nach dreieinhalb Jahren wird Christian Seeber den FC im Sommer verlassen. Foto: Archiv (avanti)

Marbach - Der FC Marbach muss sich zur nächsten Saison einen neuen Trainer suchen. Christian Seeber wird seine Tätigkeit beim Fußball-Bezirksligisten im Sommer nach dann dreieinhalb Jahren beenden. Dies teilte der Coach zunächst der Vereinsführung und am Donnerstagabend auch der Mannschaft mit. „Es war eine schwierige und gut durchdachte Entscheidung“, sagt Seeber, der von „drei unglaublichen Jahren“ spricht, für die er dem Club ausdrücklich danke. Beeinflusst worden sei die Entscheidung durch den seit Mitte des Jahres extrem beschwerlichen Anfahrtsweg von seinem Wohnort Leonberg-Eltingen nach Marbach und zurück über die Dauerbaustelle am Engelberg-Tunnel. Seeber hat hier regelmäßig Fahrzeiten von mehr als einer Stunde, zudem steht ab 2018 die Tunnelsanierung mit einem Zeitfenster von fünf Jahren an – eine Besserung der Situation ist also nicht in Sicht. „Das geht seit dem Sommer so, da bleibt wahnsinnig viel Energie auf der Straße. Daher geht mir das bereits seit dem Sommer durch den Kopf“, erklärt der scheidende Marbacher Coach.

„Wir respektieren seine Entscheidung, er ist ein großartiger Trainer. Nun wollen wir alles geben, um seine Amtszeit mit dem größtmöglichen Erfolg zu beenden“, sagt FC-Präsidentin Sibylle Wieland und ergänzt: „Er hat uns großartige Erfolge beschert, und es ist bis zum Ende der Saison noch viel mehr möglich. Die Spieler sind sehr motiviert.“ Wieland hofft, dass die Suche nach einem Nachfolger schnell abgeschlossen werden kann. „Wir müssen ja ab Februar in die Gespräche mit den Spielern einsteigen. Und das macht nur Sinn, wenn wir dann wissen, wer der neue Trainer sein wird.“ In jedem Fall soll auch Co-Trainer Haiko Eggert in die Gespräche und Planungen mit eingebunden werden.

„Ich bedanke mich bei der Vorstandschaft für die wertschätzende Zusammenarbeit und das weiterhin entgegengebrachte Vertrauen. Ich werde von meiner Seite aus alles Erdenkliche in die Waagschale werfen, damit wir die Saison erfolgreich abschließen können. Das Team und der FC Marbach haben das zu hundert Prozent verdient“ sagt Christian Seeber mit Blick auf die verbleibende Saison. Er hatte den damaligen Landesligisten in der Winterpause 2014/15 übernommen. Den Abstieg konnte er seinerzeit zwar nicht mehr verhindern, wurde anschließend in der Bezirksliga aber zweimal in Folge Vizemeister mit dem FC und holte vergangenen Sommer den Bezirkspokal. Aktuell sind die Marbacher Tabellendritter.

Am Sonntag (14 Uhr) steht nun das letzte Spiel des Jahres auf dem Programm, wenn man auf dem heimischen Kunstrasen den TSV Höfingen empfängt. Die Partie ist gleichzeitig der Auftakt zur Rückrunde, nachdem das Derby beim TSV 1899 Benningen am vergangenen Wochenende ja ausgefallen war. Das Hinspiel in Höfingen hatte der FC mit 4:2 gewonnen, es war damals das erste Bezirksliga-Heimspiel für den Aufsteiger, der momentan mit 22 Punkten auf Platz sechs und damit im oberen Bereich des breiten Mittelfeldes der Liga liegt. Herausragende Persönlichkeit beim TSV ist sicherlich Spielertrainer Sebastian Bortel, der vor Saisonbeginn vom Oberligisten SGV Freiberg kam. „Sie haben eine starke, gewachsene Mannschaft mit schnellen Außenstürmern“, warnt Christian Seeber.

Der FC Marbach braucht die drei Punkte dringend, um den Kontakt zur Spitze nicht zu verlieren. Denn der Tabellenzweite Croatia Bietigheim ist bereits fünf Punkte enteilt, hat allerdings auch schon eine Partie mehr bestritten. „Die Partie gegen Höfingen wird sehr schwer, ist aber auch sehr wichtig. Wir müssen gewinnen, um den Anschluss zu halten“, sagt Seeber. Schließlich möchte er sich im Sommer nur zu gerne mit dem Aufstieg verabschieden.

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