Marbach/Fußball Der FC Marbach steht buchstäblich im Regen

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Ob hier Philipp Bez (links) oder später Steffen Leibold (Zweiter von rechts) – der FC hat sich vor dem Tor zu schwer getan. Foto: avanti

Marbach - Wohl kaum jemand hätte bei diesem Wetter am Sonntagnachmittag seinen Hund vor die Tür geschickt. Doch die Fußballer des FC Marbach mussten zum Bezirksliga-Spitzenspiel gegen Tabellenführer Germania Bietigheim antreten – und standen nach dem 1:2 (0:1) buchstäblich im Regen.

Beide Mannschaften drückten trotz der ungemütlichen Witterung aufs Tempo, standen aber auch defensiv so gut, dass es kaum zu größeren Torchancen kam. Auf beiden Seiten blieben vielversprechende Ansätze meist in den Abwehrreihen hängen, oder die entscheidenden Pässe kamen nicht an. Und so dauerte es rund 20 Minuten bis zur ersten nennenswerten Aktion, als ein Distanzschuss von Pierre Fees letztlich aber deutlich am Bietigheimer Tor vorbeiflog. In der 28. Minute hätte es dann auf der anderen Seite fast geklingelt: Nach einem Freistoß von der linken Angriffsseite langte FC-Keeper Patrick Demut daneben, der Gäste-Kopfball ging nur wenige Zentimeter über das Tor. Fast im Gegenzug kam dann Nesreddin Kenniche über die rechte Seite in der Strafraum, doch sein Schuss ging knapp am langen Pfosten vorbei. In der 32. Minute war es dann aber so weit: Nach einer Flanke von der rechten Seite war Germania-Torjäger Ralf Krestel mit dem Kopf zur Stelle und brachte die Gäste in Führung, mit dem 0:1 ging es auch in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel hatten die Marbacher nun deutlich mehr Spielanteile, Chancen blieben aber weiter Mangelware, weil Bietigheim nur wenig zuließ. Dennoch waren Möglichkeiten zum Ausgleich da. In der 50. Minute versuchte Nesreddin Kenniche, Germania-Keeper Jens Krüger aus spitzem Winkel am kurzen Pfosten zu überlisten. Doch der Ex-Pleidelsheimer war zur Stelle. Noch größer die Chance in der 59. Minute, als Steffen Leibold eine Flanke von Kenniche vier Meter vor dem Tor völlig frei verfehlte. „In so einem Spiel bekommt man nicht viele Chancen – und die muss man dann eben machen“, trauerte FC-Trainer Christian Seeber nicht nur dieser Gelegenheit später hinterher. Wie man effektiv mit seinen Möglichkeiten umgeht, zeigten die Gäste in der 72. Minute. Nach einem Diagonalball Richtung Strafraumeck schlug Ralf Krestel kurz einen Haken und überwand FC-Schlusssmann Patrick Demut dann mit einem Schuss ins lange Eck. Abgesehen von einem Konter in der 78. Minute, als der Ball aber weit neben das Tor ging, war es die einziger Germania-Chance in der zweiten Hälfte. Hoffnung brachte den Marbachern dann die 82. Minute: Tim Vogel zog einen Freistoß von rechts auf den kurzen Pfosten, der Ball krachte zunächst ans Aluminium und prallte dann von Jens Krüger ins Tor. Und um ein Haar wäre es doch noch ein Remis geworden. Denn in der 92. Minute war Steffen Leibold frei vor dem Gäste-Tor, wurde geschoben und gezogen, doch dem Schiedsrichter war dies offenbar für einen Elfmeterpfiff zu wenig. „Das war natürlich ärgerlich“, sagte Christian Seeber, für den „ein Remis letztlich gerecht gewesen wäre, weil wir eigentlich gut gespielt und alles versucht haben. Wir haben uns vorne nicht entscheidend durchsetzen können. Aber Bietigheim hat auch sehr verteidigt“ – und liegt nun fünf Punkte vor dem FC.

FC Marbach:
Demut – Weinzierl, Rewitzer (75. Schreckenberger), Yildirim (81. Feilner), Bez – Zieba, Leibold, Binder (65. Vogel), Fees – de Capua, Kenniche

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