Marbach/Fußball Das Derby verspricht viel Offensive

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Ismail Yildirim hat den FC im Sommer in Richtung Ludwigsburg verlassen und trifft am Sonntag auf seinen Ex-Verein. Foto: Archiv (avanti)

Marbach - In den 1980ern und auch noch Anfang der 1990er-Jahre war das Derby zwischen den Fußballern des FC Marbach und der Spvgg 07 Ludwigsburg eine Begegnung in der Oberliga. Am Sonntag begegnen sich nun beide Vereine in der Bezirksliga wieder. Und wenn die Partie um 15 Uhr angepfiffen wird, so ist es wahrlich kein Spitzenspiel. Die Marbacher warten nach dem fast kompletten Umbruch der Mannschaft noch immer auf ihren ersten Saisonsieg und sind mit zwei Punkten aus fünf Spielen Tabellenletzter. Aber auch die Ludwigsburger sind sicher nicht wunschgemäß in die Saison gestartet: Mit sieben Zählern rangieren die 07er auf Platz zwölf. Auch hier gab es einen gewaltigen Umbruch: Nach dem Abstieg verließ fast das gesamte Team den Verein, es gab 17 Neuzugänge.

Vier Ex-Marbacher zählen zum neuen Kader der Gäste: Zum einen die Spieler Leon Kraguljac, Ismail Yildirim und der im Sommer vom FC zurückgekehrte Tim Vogel. Zum anderen war Coach Toni Carneiro lange Co-Trainer bei den Schillerstädtern. Dass der Ludwigsburger Saisonstart nicht optimal war, liegt wohl in erster Linie an der Defensive, die bereits 14 Tore kassiert hat. So gab es zuletzt ein kurioses 5:5 in Aldingen, bei dem 07 erst mit 0:3 hinten lag, dann 5:3 führte, um schließlich doch noch den Ausgleich zu kassieren. „Sie scheinen da ähnliche Probleme zu haben wie wir. Ich hatte 07 eigentlich ganz oben erwartet. Aber sie müssen sich wohl auch erstmal finden“, glaubt FC-Trainer Niko Koutroubis.

Was die Ludwigsburger den Marbachern voraus haben: Mit zwölf geschossenen Toren ist der Sturm doppelt so erfolgreich. Der FC agiert zwar sehr offensiv, versucht hoch zu pressen. Nur springt dabei bislang noch nicht viel Zählbares heraus. „Ich denke mal, dass 07 ähnlich agiert. Das könnte ein Spiel mit offenem Visier und damit für die Zuschauer sehr interessant werden“, vermutet Koutroubis.

Der FC-Coach hatte zuletzt eingeräumt, dass es in seinem Kader einige Spieler gebe, die noch nicht so weit seien, um in der Bezirksliga bestehen zu können. „Aber wir arbeiten daran, vor allem im technischen Bereich. Natürlich müssen wir auch taktisch noch viel tun. Aber das ist oft schwierig, weil immer wieder Spieler berufsbedingt im Training fehlen.“ Dadurch seien die Abläufe noch nicht gut genug abgestimmt und es komme immer wieder zu Missverständnissen. „Das ist ganz normal bei einer neu zusammengestellten Mannschaft. Das braucht einfach seine Zeit“, sagt Koutroubis, dem zudem auch immer wieder wichtige Spieler fehlen. „Julian Harnoß ist nach wie vor verletzt, Marcel Scharmach hat einen Virus und fällt ebenfalls aus. Und Alexander Komenda ist privat verhindert“, zählt der FC-Trainer auf.

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