Marbach/Fußball Benningen und Pleidelsheim sind eine Runde weiter

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Keke Dungs (rechts) und der GSV Pleidelsheim haben sich beim FC Marbach II (in blauEldin Arifi) durchgesetzt. Foto: avanti

Marbach - Am Mittwochabend rollte der Ball in der zweiten Runde des Fußball-Bezirkspokal Enz-Murr. Kampflos in die dritte Runde zog dabei DJK Ludwigsburg ein. Der B-Ligist hätte eigentlich den A-Ligisten FV Oberstenfeld
zu Gast gehabt, der sagte das Spiel aber aufgrund personeller Probleme ab und schied aus.

Der einzige Bezirksligist aus dem Einzugsgebiet, der FC Marbach,
trat bei der Spvgg 07 Ludwigsburg an, gegen die man erst am vergangenen Sonntag mit 2:0 erfolgreich gewesen war. Im zweiten Duell innerhalb weniger Tage zog der FC dann aber den Kürzeren und unterlag mit 0:1 (0:1). „Das war einfach nicht ganz die Leistung, die wir noch vor drei Tagen gezeigt haben“, urteilte FC-Trainer Niko Koutroubis und fügte an: „Wir wären gern weitergekommen, aber prinzipiell hat die Meisterschaft für uns den höheren Stellenwert. Heute hat man gesehen, dass wir nicht ganz bis an die Leistungsgrenze gegangen sind.“ Dabei hatte Pierre Fees in der ersten Halbzeit früh eine hundertprozentige Torchance, verpasste diese aber. Stattdessen kassierte der FC den entscheidenden Treffer in der 22. Minute. Nach einer flachen Hereingabe musste Fisnik Rama nur noch aus sieben Metern einschieben.

B-Ligist FC Marbach II
hatte zeitgleich Heimrecht und bekam es mit A-Ligist GSV Pleidelsheim
zu tun. Der wurde seiner Favoritenrolle gerecht und siegte 4:1 (1:0). Dabei hielt der Gastgeber bis zur Pause gut mit. „Tim Birkmaier hatte nach gut einer Minute direkt eine Topchance. Hätte er getroffen, hätte das Spiel vielleicht sogar einen anderen Lauf genommen“, meinte FC-Trainer Fabian Kirschner, der es gegen den spielstarken GSV mit einem 3-5-2-System versuchte, um dem Gegner mit einer Manndeckung das Leben möglichst schwer zu machen. Nach 30 Minuten war es dennoch Pleidelsheims Manuel Schneider, der eine Flanke von Keke Dungs per Kopf verwertete. Robin Bender ließ einen Weitschuss folgen (68.), bevor Jan Schneider nach einem „uneigennützigen Querpass von Aaron Hachmann, den Ball nur noch einschieben musste“ (75.), so GSV-Trainer Roberto Raimondo. Das 3:1 ging drei Minuten später auf das Konto von Tim Weiden, der den Ball unglücklich auf den Fuß bekam und dem FC so per Eigentor zum Anschlusstreffer verhalf. Aaron Hachmann selbst nutzte in der 90. Minute die Vorlage von Cedric Theurer und setzte mit seinem Treffer zum 4:1 den Schlusspunkt. „Bis auf den Gegentreffer, der aus einem Konter nach eigenem Eckball entstand, gibt es heute nichts zu meckern“, freute sich der GSV-Coach, der seine Stammelf zeitweise schonte und anfügte: „Wir haben eine gut besetzte Bank, und Jan Schneider und auch Keke Dungs zum Beispiel haben heute ein wirklich gutes Spiel gemacht.“ Eine gute Leistung attestierte Marbachs Coach Fabian Kirschner trotz Pokalaus auch seiner Elf: „Wir haben eine Halbzeit lang gut mitgehalten“, fand er.

A-Ligist GSV Erdmannhausen
unterlag dem Bezirksligisten TV Aldingen mit 0:3 (0:3) und schied ebenfalls aus. Zwei individuelle Fehler und ein schnell ausgeführter Freistoß bescherten dem GSV die schnellen Gegentore. Für Erdmannhausens Trainer Erkan Savun sei das Pokalaus aber kein Beinbruch, wie er erklärte: „Der Pokal ist uns nicht so wichtig, uns geht es um Ligapunkte.“ Um seine Stammelf zu schonen, schickte er deshalb auch eine bunt zusammengewürfelte Truppe aus Reservisten und zweiter Mannschaft aufs Feld und fand, die habe ihre Aufgabe gut gemacht: „Spielerisch vielleicht nicht, aber läuferisch und kämpferisch waren wir heute absolut ebenbürtig.“

Problemlos zog der Bezirksliga-Absteiger TSV 1899 Benningen
in die dritte Runde ein. Beim B-Ligisten TSV Ludwigsburg trafen Marco Djurdjevic (4), Angelo de Capua  (2) sowie Philipp Lauer, Felix Marquardt und Patrick Flamm zum deutlichen 9:2 (3:1)-Erfolg. „Wir haben das Tempo hochgehalten und es spielerisch über weite Strecken gut gelöst. Einziges Manko heute waren die geradezu kuriosen Gegentreffer, die wir uns quasi wieder selbst eingeschenkt haben“, so der Benninger Coach Rainer Schreiber.

Sich für den Ligabetrieb nicht in die Karten schauen lassen wollte der GSV Höpfigheim,
der als Tabellenführer der Kreisliga B beim punktgleichen direkten Verfolger TuS Freiberg mit 1:2 unterlag. „Im Vergleich zur Startelf vom vergangenen Sonntag hatten wir auf zehn Positionen gewechselt“, machte GSV-Trainer Norman Röcker klar. Ein Freistoß kurz nach dem Sechzehner brachte den GSV nach einer guten Viertelstunde ins Hintertreffen. Philipp Weigle glich zwar noch vor der Pause per Kopfball aus, doch in der 60. Minute fing man sich noch einen Konter ein. Somit ist auch für den GSV Höpfigheim in der zweiten Runde Schluss.

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