Marbach/Fußball Affalterbach patzt, Murr rückt wieder vor

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In der Kreisliga A hat sich der SGV Murr wieder auf Rang drei vorgearbeitet. Foto: dpa

Marbach - In der Fußball-Kreisliga A1 Enz-Murr fand Mauro Pedace, der Trainer des TSV Affalterbach,
deutliche Worte nach der 2:3-Niederlage beim SV Kornwestheim II: „Bis zur 60 Minute haben wir quasi gar nicht teilgenommen. Wir waren mehr mit dem Gegner und dem Platz beschäftigt als mit unserem Spiel. Es war furchtbar. Ganz eindeutig unsere schlechteste Saisonleistung.“ Drei individuelle Fehler brachten dem TSV nach einer torlosen ersten Hälfte den 0:3-Rückstand, bevor Luca Grasy mit zwei Treffern auf 2:3 verkürzte. „Wir sind aber viel zu spät aufgewacht“, so Pedace, der anfügte: „Nach einem solchen Spiel und einer solchen Leistung interessiert mich die Tabelle rein gar nicht.“ In dieser belegt der TSV weiterhin den Relegationsplatz hinter dem enteilten Spitzenreiter SV Pattonville.

Auf Platz drei hat sich der SGV Murr
mit seinem 1:0-Auswärtssieg beim GSV Erdmannhausen
vorgearbeitet. Dabei war ein Eckball in der zehnten Minute, den Murrs Michael Winkle per Kopf nutzte, spielentscheidend. „Wir hatten dann einige gute Chancen, den Ausgleich zu machen, haben diese aber immer wieder verpasst“, so GSV-Trainer Marius Huptas, der anfügte: „Unsere Mehrzahl an Torchancen hat uns leider nichts genutzt, weil wir vor dem Tor einfach die nötige Konsequenz haben vermissen lassen. Obwohl wir in der zweiten Halbzeit eigentlich noch einmal mehr Druck aufbauen konnten.“ Als „glücklich, aber nicht unverdient“, bezeichnete Murrs Trainer Björn Kugler den Auswärtserfolg und fügte an: „Wir haben den Kampf auf wirklich schwierigem Geläuf angenommen und hatten noch drei hundertprozentige Chancen, die wir nicht nutzen konnten, auch wenn Erdmannhausen zwischendurch vielleicht mehr vom Spiel hatte.“

Eine 0:1-Heimniederlage kassierte der GSV Pleidelsheim
gegen den SGV Freiberg II. „Wir hatten gut 80 Prozent Ballbesitz, waren aber schlichtweg zu blöd, um die Chancen zu machen. Immer der letzte Ball war zu ungenau, oder wir haben es viel zu kompliziert versucht“, ärgerte sich Trainer Roberto Raimondo. „Konditionell waren wir sicher besser als der Gegner, heute hat es einfach am Spielerischen gefehlt“, lautete seine Einschätzung. Für den GSV, für den es weder nach oben noch nach unten noch um etwas geht, wurde vom SGV Freiberg II damit auf den sechsten Platz verdrängt.

Mit 1:3 musste sich der VfR Großbottwar
beim direkten Abstiegskonkurrenten Dersim Ludwigsburg geschlagen geben und schaffte damit nicht den erhofften Sprung aus dem Tabellenkeller auf den Relegationsplatz. Bereits nach einer halben Stunde lag der VfR mit 0:3 zurück. Maik Knittels Treffer in der 66. Minute blieb somit lediglich Ergebniskosmetik. Vier Punkte trennen den VfR nun wieder vom Relegationsplatz, auf den sich der Gegner vorarbeiten konnte.

Der Tabellensiebte FV Oberstenfeld
kam unverhofft zu einem freien Sonntagnachmittag, weil das Schlusslicht der Liga, der TSV Ludwigsburg, aus Personalmangel gar nicht erst zum Spiel antrat.

In der Kreisliga A1 Unterland unterlag der generell personell nicht rosig aufgestellte TGV Beilstein
beim TV Flein mit 0:4 (0:1). Ein strittiger Handelfmeter, den man laut TGV-Trainer Robert Berg „so nicht kriegen dürfte“ brachte den TGV auf die Verliererstraße. „Aber auch in der zweiten Halbzeit haben wir insgesamt zu viele Fehler gemacht und sind noch in zwei Konter gelaufen“, so Berg, für den die Niederlage am Ende zwar insgesamt in Ordnung ging, der aber nicht ganz mit der Höhe einverstanden war.

Ebenfalls mit 0:4 hat die SVG Kirchberg
in der Kreisliga A2 Rems-Murr beim TSV Rudersberg verloren und ebenso wie beim TGV Beilstein war es auch hier ein „ungerechtfertigter Handelfmeter“, so Trainer Arif Güdük, der die SVG mit einem 0:2-Rückstand in die Kabinen gehen ließ. „Eigentlich hatten wir das Spiel gut in der Hand, hatten sogar fünf hundertprozentige Torchancen. Wenn man aber vorne die Glocken nicht reinmacht, wird man hinten eben dafür bestraft“, so der Coach, dessen Elf auch in die zweite Halbzeit ordentlich startete und lange spielbestimmend war, bevor man in zwei Konter rannte.

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