Marbach Das sind ja alles Tiere der Eiszeit!

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Heike Endemann bearbeitet Baumscheiben. Auf diesen haben die Kinder die Jahresringe entdecken können. Foto: Grundschule Marbach

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Einen Kunstunterricht der ganz besonderen Art erlebte die Klasse 3a der Grundschule Marbach am Mittwoch der vergangenen Woche. Sie besuchte nämlich die Ausstellung der Künstlerinnen Ule Ewelt und Heike Endemann in der Galerie in der Wendelinskapelle. Dort konnten die Kinder Kunst nicht nur sehen, sondern auch fühlen.

Nachdem die Klasse sich in einem Kreis zwischen den Kunstwerken niedergelassen hatte, stellte Galeristin Monika Schreiber, die Künstlerinnen vor. Zunächst ging es um die Arbeitsweise von Heike Endemann und wie sie Baumscheiben bearbeitet, damit diese als Druckstock für farbige Drucke oder Prägedrucke verwendet werden können. Das wurde natürlich besonders anschaulich, als die Kinder schließlich so eine Baumscheibe selbst in die Hände nehmen und dort die Jahresringe deutlich nachspüren konnten. Natürlich bekam man Lust, so etwas auch einmal auszuprobieren.

Doch noch mehr Interesse weckten die plastischen Objekte der Künstlerin Ule Ewelt. Sofort erkannten einige Kinder die farbliche und bildnerische Verwandtschaft zu prähistorischen Kunstwerken. Auch hier konnte Schreiber viel Spannendes über den Arbeitsprozess berichten. Aber auch die Kinder waren gefesselt von den eindrucksvollen Plastiken und betrachteten diese intensiv. So konnte man einzelne Schüler beobachten, wie sie konzentriert ihr Lieblingsobjekt betrachteten und dabei in Gedanken und mit Händen und Fingern versuchten, die Objekte nachzubilden. Doch keiner hätte gedacht, dass die Kinder danach eines dieser Originalkunstwerke anfassen dürfen.

Nachdem Monika Schreiber eine der kleineren Plastiken aus der Vitrine geholt hatte, wurde diese sehr andächtig weiter gereicht. Die Oberflächenbeschaffenheit wurde von allen Kindern gründlich mit den Händen erforscht.

Bei der im Anschluss in der Schule stattgefundenen Modellierarbeit versuchten viele Kinder, diese nachzuempfinden. Nach so viel Aufmerksamkeit wollten sie eben auch selbst tätig werden. Sie wählten ein Objekt zum Abzeichnen aus.

Mit Kreiden wurde versucht, Farbe und Form auf Papier zu bannen. Viel zu schnell verging die Zeit, sodass die Klasse schnell aufbrechen musste, um rechtzeitig zum Unterrichtsende wieder zurück zu sein.

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