Marbach/Bottwartal Glühwein schmeckt, wenn’s von unten zieht

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Die Weihnachtsmärkte wie hie rin Affalterbach waren gut besucht am Wochenende. Foto: avanti

Marbach/Bottwartal - Die Wetterfrösche hatten es prophezeit: Glühwein und Punsch werden schmecken – denn bei knackiger Kälte weiß der Besucher der Budenstädte erst zu schätzen, wie wohlig ein Heißgetränk während eines Adventsmarkts wirken kann. Und so kam es auch, inklusive einer leichten Zuckerschicht aus Schnee. Auf den Märkten von Rielingshausen bis Oberstenfeld war jede Menge geboten. Der Rielingshäuser Weihnachtsmarkt
ist klein, aber fein – und lebt vom Engagement der Vereine. Sie waren auch bei der 26. Auflage an den 25 Ständen des Marktes in großer Zahl präsent. Der Ortsvorsteher Eberhard Ruoff hob bei der Eröffnung nach dem fröhlichem Gesang der Quellen-Grundschulkinder und einem szenischen Spiel besonders den Besuch der Freunde aus dem thüringischen Buchfahrt hervor, die zum 25. Mal an einem Stand ihre schmackhaften Bratwürste unters Volk brachten. Ruoff erinnerte an die Anfänge des Marktes insbesondere durch den CVJM und zitierte aus den Aufzeichnungen der Kirchenpflegerin Gerlinde Holzwarth. In diesem Jahr hatten sie sogar 1300 Würste mitgebracht, nachdem im Vorjahr alle 1200 Bratwürste weggingen. Ähnlichen Anklang finden übrigens auch die schwäbischen Maultaschen, made in Rielingshausen. Sie werden beim Gegenbesuch in diesem Jahr zum 20. Mal auf dem Markt im thüringischen Kiliansroda verkauft. „Wir verzichten dann immer darauf, unsere Würste anzubieten“, erzählte ein Buchfahrter.

Crêpes, Glühwein und diverse Dekoartikel – da kommt weihnachtliche Stimmung auf. Auf dem von dem Gewerbe - und Handelsverein organisierten Affalterbacher Weihnachtsmarkt
am Samstag stimmten sich alle Besucher gemeinsam auf das nahende Fest ein. Nach der Begrüßung des Bürgermeisters Steffen Döttinger um 16 Uhr wurde es vor allem für die jungen Gäste spannend. Der Nikolaus höchstpersönlich schenkte jedem anwesenden Kind eine Kleinigkeit. So macht Weihnachten trotz der Kälte Spaß. 19 Stände von lokalen Vereinen, Selbstständigen und Gastronomen versorgten die Besucher mit Geschenkartikeln, Bastelprodukten und kulinarischen Spezialitäten. In diesem Jahr gab es für die Jüngeren noch ein Highlight auf dem festlichen Markt. Der Liederkranz las in einem Vorlesezelt den gespannten Zuhörern Weihnachtsgeschichten vor. Für die richtige Stimmung sorgte der örtliche Musikverein den ganzen Nachmittag und Abend über mit bekannten Liedern. Passend zum ersten Schnee öffnete der Oberstenfelder Weihnachtsmarkt
am Samstag seine Tore. Pünktlich zum Glockenschlag um 15 Uhr stimmten die Schüler der örtlichen Musikschule ein Ständchen zur Begrüßung an. Im Anschluss daran hieß auch der Bürgermeister Markus Kleemann alle mit einer kleinen Ansprache willkommen. ,,Lassen sie uns Weihnachten gemeinsam einen großen Schritt näher kommen”, sagte Kleemann um die Gäste auf das bevorstehende Fest einzustimmen. Auf der ,,Bühne unterm Weihnachtsbaum” im Ortskern unterhielten die Kinder vom Hort Schatzinsel mit Weihnachtsgeschichten, Gesangschöre und Posaunenmusik die Gäste bis zum Zapfenstreich um 21  Uhr. Für die kleinen Marktbesucher gab es ein besonderes Programm. In der Bastelstube im Rathaus konnten die Kinder schöne Dekorationen kreieren. Zwischen 16 und 17 Uhr kam der Nikolaus mit Geschenken. Für die Großen gab es Bottwartaler Trollinger -Glühwein zum Aufwärmen. 41 Stände von lokalen Vereinen und Firmen konnten die Gäste bestaunen und sich so auf das Weihnachtsfest einstimmen. Der Steinheimer Weihnachtsmarkt
hat zum 32. Mal seinen besonderen Charme entfaltet. Rund 30 Aussteller nahmen an dem vom Bund der Selbstständigen (BdS) organisierten Treiben in der Fußgängerzone teil. Zwei Tage lang bestand Gelegenheit, sich mit weihnachtlichen Mitbringseln einzudecken und sich mit Freunden und Verwandten entlang der Stände an der Badtorstraße und am Marktplatz zu treffen. Der BdS-Chef Martin Daunquart eröffnete gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Winterhalter den Markt. Für den neuen Schultes war es das erste Mal, dass er das Flair genießen konnte. „Die Dächer sind weiß überzuckert und bei Temperaturen um null Grad ist es natürlich etwas anderes als bei zehn Grad“, sagte er im Gespräch. Er freue sich über die Beteiligung des Musikvereins bei der Eröffnung und dass es die Kleeblatt-Bewohner nicht weit zum Markt hätten, wo sie schöne Stunden verbringen könnten, wie auch alle anderen. „Ich habe einen Wunsch“, verriet Andreas Strohm den Besuchern auf dem adventsschön verwandelten Platz des Großbottwarer Weihnachtsmarktes.
Inmitten von Duftwolken von Glühwein, Würstle, Waffeln und ähnlichen frisch zubereiteten Leckereien, hoffte der Stellvertreter von Schultes Ralf Zimmermann, es mögen an dem Tag viele Bürger an die Urne zur Wahl des Rathauschefs gehen. Das war auch der Anlass, weshalb der Bürgermeistern in diesem Jahr nicht den traditionellen Weihnachtsmarkt eröffnen konnte. Aber auch in Zimmermanns Namen dankte Strohm dem Orga-Teams des MAG (Miteinander Attraktives Großbottwar). Neben geöffneten Läden, boten 46 Stände vor historischer Kulisse Waren für alle Sinne und wunderhübsche Geschenkideen. Dazu zauberte ein buntes Programm Adventsflair. Mit Dale Wilde, den örtlichen Orchestern und Chören sowie kleine, feine Lesungen auf der Weihnachtswichtel-Bühne.

Ein kleines feines Winderwonderland illuminierte rund um die evangelische Mauritiuskirche den Pleidelsheimer Weihnachtsmarkt.
Bereits zum Auftakt durch Bürgermeister Ralf Trettner waren die Buden mit überwiegend handgearbeiteten Waren mit Gästen voll belagert. Heiße Leckereien, wie Flammkuchen, Crêpes oder Punsch wärmten in winterlicher Kälte Hände und Bäuche. Ebenso Spezialitäten der ungarischen Partnerstadt Fertöszentmiklós. Den ganzen Tag über gab es stilvolle Unterhaltung. Der Schulchor der Friedensschule musizierte mit Musikern der Gitarrenschule Bettina Rudolph. Auch der Nikolaus erschien und verteilte Geschenke. Zum ersten Mal in über dreißig Jahren erzählte eine Märchenerzählerin im Haus des AK Asyl bunte Geschichten. Im Alten Schulhaus tischte man Kaffee und Kuchen auf. Katrin und Gerd Warttinger und Regina Esposito boten dazu eine künstlerische Ausstellung. Abschließend fand traditionell ein nächtliches Konzert des Kirchen- und Posaunenchors in der Kirche statt.

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