Marbach Ans Essen müssen sie sich noch gewöhnen

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Bürgermeister Jan Trost hat Schüler und Lehrer der interantionalen Klasse empfangen. Foto: Marlene Gluma

Marbach - Im Bürgersaal im Marbacher Rathaus wurden die internationalen Schüler und Schülerinnen der zehnten Klasse von Bürgermeister Jan Trost empfangen. Seit Schuljahresbeginn gehen die 15 Jugendlichen aus allen Ecken der Welt am Friedrich-Schiller-Gymnasium (FSG) zur Schule und wohnen für ein Jahr bei Gastfamilien in Marbach und Umgebung.

In diesem Jahr sind wieder zwei Klassen mit internationalen und deutschen Jugendlichen zusammen gekommen, da es sehr viel Interessenten für das Programm gegeben hat. Schon seit dem Schuljahr 2003/2004 gehört es zum festen Schulalltag am Gymnasium. Am Dienstagvormittag standen zur Begrüßung Butterbrezeln und Apfelschorle bereit, während Bürgermeister Trost den Gästen und ihren Lehrerinnen Isabel Stadtfeld und Natalia Sipos die Stadt Marbach in Worten vorstellte. Von den „zwei berühmten Söhnen Marbachs“ war die Rede und natürlich auch von den internationalen Beziehungen der Stadt zu den Partnerstädten in den USA, China und Frankreich. „Für mich ist es ein schönes Gefühl, junge Menschen aus so vielen unterschiedlichen Ländern zu empfangen“, sagte Jan Trost.

Die meisten der Schüler sind das erste Mal in Deutschland. Hanna, aus Polen, hat schon an mehreren Austauschprogrammen teilgenommen, doch sie war noch nie so lange von ihrem Zuhause entfernt. Sie freut sich besonders, dass sie neue Erfahrungen machen kann und internationale Freunde kennenlernt. Bürgermeister Trost interessierte sich dafür, ob den Jugendlichen die schwäbische Küche schmecke. Maru aus Argentinien muss sich erst noch daran gewöhnen, dass die Deutschen weniger Fleisch und stattdessen mehr Brot und Nudeln essen. Die weitgereisten Schüler J.P. und Ashok aus Nepal sind mit dem Essen ganz zufrieden, wobei ihre heimatlichen Speisen sich sehr von Leberkäse und Spätzle unterscheiden. Außerdem ist das Marbacher Gymnasium auch viel größer als ihre Schule in Nepal und auch der Unterricht läuft anders ab. Das Schwerste für Hanna ist es, den ganzen Stoff auf Englisch zu lernen und nicht ihrer Muttersprache polnisch.

Natalia Sipos, begleitende Lehrerin und zusammen mit ihrer Kollegin Isabel Stadtfeld auch Projektleiterin der internationalen Klasse, wollte wissen, wie ein Tag im Leben eines Bürgermeisters aussieht. Morgens lese er zuerst die Zeitung, um zu wissen, was so passiert, erzählte Trost, um dann seine repräsentativen Aufgaben zu erläutern. „Und hier im Bürgersaal, wo wir alle gerade sitzen, wird über die wichtigsten Entscheidungen der Stadt diskutiert.“ Bevor es zurück zur Schule geht, gibt es noch ein Abschieds- oder wohl eher ein Willkommensgeschenk: Ein Marbacher Schlüsselanhänger.

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