Ludwigsburg Sektion fühlt sich im Sportpark „pudelwohl“

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  Foto: Winz Schröter

Ludwigsburg - Ludwigsburg
Die Sektion Ludwigsburg im Deutschen Alpenverein (DAV) ist im Sportzentrum Ost heimisch geworden. Das neue Servicecenter werde von den inzwischen über 6000 Mitgliedern „hervorragend“ angenommen, erläuterte Roland Fischer als Vorsitzender am vergangenen Donnerstag bei der Jahreshauptversammlung. Die hatte auch den gesamten Beirat neu zu wählen und richtete mit Sportklettern und Mountainbiken zudem zwei neue Referate ein.

„Wir haben jetzt viel bessere Voraussetzungen, unsere Mitglieder zu beraten und mehr Platz für Mediathek und Ausrüstungsverleih“ berichtete Roland Fischer zufrieden vom ersten Jahr im neuen Domizil. Die Nähe der Kletterhalle bringe zudem einen intensiveren Kontakt zu den Aktiven und vor allem den Jugendgruppen mit sich. Schließlich seien auch die Sektionsabende mit den Vorträgen über alpine Unternehmungen deutlich besser besucht. „Ich will nicht verhehlen, dass uns der Umzug vor allem wegen der höheren Kosten nicht leichtgefallen ist“, räumte Fischer ein. Aber der Kraftakt habe sich gelohnt und „wir fühlen uns pudelwohl hier“.

An zu Beginn „doch ziemliche zähe Verhandlungen“ erinnerte sich auch Wolfgang Reisser. Als Vorsitzender der nach ihm benannten Stiftung und damit Hausherr im Sportzentrum Ost hatte er es sich nicht nehmen lassen, persönlich ein Grußwort an die die über 70 Teilnehmer zu richten. Letztlich habe man immer tragbare Lösungen gefunden und damit eine „Win-Win-Situation“ für beide Seiten geschaffen. Besonders froh sei er, dass die Erfahrung der DAV-Kletterexperten um Jochen Reuter in die Planung des „Griffwerks“ eingegangen sei: „Sonst hätten wir heute gar keinen eigenen Bereich für die immer beliebtere Trendsportart Bouldern.“

Auch bei der Ausbildung der insgesamt acht Trainer der Kletterhalle spielte das Know-How des DAV eine wichtige Rolle, berichtete Ausbildungsreferent Andy Jeutter. Inzwischen habe sich daraus ein sehr reger Austausch mit den Klettertrainern der Sektion entwickelt. Deren insgesamt 37 Fachübungsleiter boten außerdem Bergwanderungen, Skitouren und hochalpine Unternehmungen im ewigen Eis an. Wie bei der Alpinsportgruppe unter der Leitung von Wulf Henke kamen Fortbildungen für Aktive wie Lawinenkunde oder auch Umgang mit Verletzungen in freier Wildbahn dazu.

Ganz ohne Grenzerfahrungen wie Klettertouren im VII. Schwierigkeitsgrad oder die 24-Stunden-Wanderung der Ortsgruppe Bietigheim (OGB) über 75 Kilometer kam der Berichtsteil auch in diesem Jahr nicht aus. Wobei sich insgesamt der Trend zu sanfteren Unternehmungen fortsetzt, die auch zunehmend in der Region stattfinden. So freute sich Winz Schröter als Leiter der OGB über weiteren Zulauf gerade neuer Mitglieder bei den monatlichen Touren unter dem Motto „Wander-Fit“.

Roland Fischer kündigte an, seine 2017 gestarteten Naturparkführungen im Stromberg und Schwarzwald aufgrund des Erfolges ausweiten zu wollen.

Die Versammlung hatte schließlich den fast 20-köpfigen Beirat für drei Jahre zu wählen. Wieder eingerichtet wurde dabei das Referat Mountainbiken, für das sich Carsten Disselhoff bereit erklärte.

Ganz neu dazugekommen ist der Bereich Sportklettern, den die ebenfalls aus der Ortsgruppe Vaihingen stammende Beate Haas übernimmt. Mit Thomas Mayer hat die Sektion auch wieder einen Leiter für die „Familiengruppe 0+“, in der Eltern mit dem allerjüngsten Nachwuchs die ersten Erfahrungen im Gelände sammeln.

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