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LudwigsburgSchiffbruch erlitten und Quietscheentchen gejagt

Tufan Tok und Rouven Süpfle, Julis, vom 18.12.2012 06:00 Uhr
Die Ausfahrt auf dem Neckar erfordert den Einsatz von Schwimmwesten. Foto: Julis
Die Ausfahrt auf dem Neckar erfordert den Einsatz von Schwimmwesten.Foto: Julis

Ludwigsburg - Ludwigsburg
Der Sommer lag in den letzten Zügen, als sich 13 Julis mit ihren Kanus auf den Neckar wagten. Im Rahmen der „Aqua-Fun-Tour“ gingen bei kleineren Geschicklichkeitsübungen und Wettbewerben „alle Mann über Bord“. Mit dabei war auch der frisch gebackene Bundestagskandidat Alexander Deicke aus dem Wahlkreis 265.

Als die Gruppe sich am frühen Nachmittag zum Kaffeetrinken am Neckarstrand in Neckarrems traf, ahnte noch niemand, dass es an diesem Tag keiner trocken ins Ziel schaffen sollte. Unter fachkundiger Anleitung von Kapitän Micha, bestieg um 14.32 Uhr die erste dreiköpfige Mannschaft ihr Gefährt. Es handelte sich dabei um sportlich geschnittene Kanus, in denen die Mannschaft hintereinander sitzend und unter dem schweißtreibenden Einsatz ihrer Stechpaddel versuchte, sich fortzubewegen. Skeptische Blicke der zuvor gut gelaunten Gesellschaft verfolgten die erste Crew bei ihrer Jungfernfahrt.

Die Uhr schlug 14.47 Uhr, als sich schließlich alle Boote in der Mitte des Neckars trafen und etwas unsicher aneinander festhielten. Alle Boote lagen jetzt parallel mit der gleichen Blickrichtung im reißenden Strom des Flusses. Die Lage entspannte sich urplötzlich, als Kapitän Micha folgende Herausforderung an die Sportler richtete: „Jetzt steht mal in jedem Boot derjenige auf, der ganz vorne sitzt.“ Begleitet von fragenden Blicken folgten die drei Herren, der Frauenanteil war an diesem Tag unterirdisch, der Aufforderung. „Jetzt nehmt euch mal an die Hand und versucht auf den Bug zu stehen“, lautete die Ansage. „Ist nicht Ihr Ernst“, entfuhr es einem Teilnehmer, der nicht genannt werden will. Anfänglichem Zögern folgte dann der Versuch. Platsch! Mann über Bord! Es platschte drei weitere Male. Hatten einige Teilnehmer im Vorfeld beklagt, dass sie Wechselsachen vergessen hätten, so wurde ihnen jetzt klar, welche Konsequenzen sie ihre Vergesslichkeit einbringen würde. Es folgten gute zwei Stunden, in denen jeder Teilnehmer mehrfach sich davon überzeugen konnte, dass es sich im Neckar ganz hervorragend schwimmen lässt.

Höhepunkt war sicherlich die Entenjagd am Ende. Wer jetzt über einen Anruf bei der Wasserschutzpolizei nachdenkt, dem sei noch auf den Weg gegeben, dass es sich hierbei nicht um Lebewesen, sondern um Quietscheentchen handelte. Micha verteilte gute 50 Stück davon auf dem Fluss und fragte sich laut, welches Boot wohl die meisten Entchen sammeln könne. Auf Nachfrage teilte er uns mit, dass es ihm egal sei, ob wir die aus dem Boot heraus einsammeln oder ob wir schneller schwimmen können. Das brauchte er nur einmal zu sagen. Ab jetzt gab es kein Halten mehr. Aus jedem Boot sprang eine Abordnung ins Wasser, während jeweils ein Steuermann versuchte mit der Beute den heranplanschenden Entenjägern zu entkommen. Einige Mauerblümchen entdeckten dabei ihren Jagdinstinkt und so wurde um jedes Entchen gerungen.

Triefend nass, erschöpft und hungrig schlupften wir nach dem Anlegen in unsere Wechselsachen – sofern vorhanden. Dank der Vorsorge einiger Julis konnten alle zumindest trocken eingekleidet werden. Zum gemeinsamen Abschluss wurde ein Feuer entfacht, auf dem wir verschiedene Köstlichkeiten grillten. Auch Micha kam noch dazu und überreichte uns feierlich ein Quietscheentchen. So wurde es langsam dunkel, das Feuer prasselte munter, aber nach und nach löste sich dann doch die Gruppe auf.

Der KV Ludwigsburg dankt allen, die an diesem Tag den Weg zum Neckar gefunden haben. Außerdem der Bäckerei Hofmann aus Murr, für die Kaffee und Kuchenspenden und den Familien Tok und Süpfle, die uns mit Rat und Tat bei den Grillvorbereitungen unterstützt haben. Besonders hervorzuheben ist zudem die Hilfe des FDP-Ortsvorsitzenden Freiberg-Ingersheim-Pleidelsheim Fortunato A. Bergamotto und dem Landesvorsitzenden der Liberalen Initiative Mittelstand Martin Müller. Beide haben durch ihre Spenden dafür gesorgt, dass dieser Nachmittag für einen altersgerechten Beitrag angeboten werden konnte.

Sie haben Themen, die wir dringend behandeln oder besprechen sollten? Dann lassen Sie uns doch eine Nachricht unter tufan.tok@julis-lb.de zukommen. Sie können auch gerne unsere Homepage besuchen: www.julis-lb.de.

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