Kreisdiakonieverband Ludwigsburg Der Bedarf reißt nicht ab

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Mehr als 350 Ranzen hat die Diakonie im Rahmen der Aktion verteilt. Foto: Diakonie

Ludwigsburg/Marbach - Zahlreiche Kinder, die diese Woche in die Schule gekommen sind, konnten vor den Sommerferien mit Schulranzen, Turnbeuteln, und sogar mit Schülerschreibtischen versorgt werden. Die Diakonischen Bezirksstellen in Ditzingen, Vaihingen, Bietigheim, Marbach und Ludwigsburg konnten mit ihrer zehnten „Aktion Schulstart“ in diesem Jahr wieder über 350 Schulranzen und -taschen und 50 Schreibtische an Kinder aus insgesamt 260 Familien mit sehr niedrigem oder ohne Einkommen im ganzen Landkreis kostenfrei verteilen.

Möglich machen dies jährlich große regionale Firmen, viele private Spender und Kirchengemeinden vor Ort, die diese gute und bewährte Sache des Kreisdiakonieverbandes unterstützen. Das Schöne: „Jeder gespendete Cent wird ohne Abzug unmittelbar in den Kauf neuer Ranzen und Rücksäcke investiert“, so Martin Strecker von der Kreisdiakonie.

Zum bevorstehenden Schuljahresbeginn weist die Diakonie zudem wiederholt darauf hin, dass die Einschulung viele Familien finanziell überfordert. Die Leistungen für Geringverdiener oder arbeitslose Menschen reichen nicht aus, um Kinder mit den nötigen Schulmaterialien auszustatten. Eine einmalige Beihilfe zum Schulstart ist dringend erforderlich. Bei einer Einschulung entstehen Kosten von rund 250 Euro. Der Zuschuss für Familien mit Bezug von Hartz IV oder Sozialhilfe von 70 Euro zum Schuljahresbeginn im September und 30 Euro zum Halbjahresbeginn im Februar reichten hier bei Weitem nicht aus.

„Wir sehen in unserer täglichen Beratungsarbeit, dass diese Hilfe nach wie vor dringend benötigt wird“, so Martin Strecker, Geschäftsführer der Kreisdiakonie Ludwigsburg.

Sobald die Einschulungsbestätigung im März vorliegt und die Kaufhäuser ihre Ausstattungen zur Einschulung anbieten, sollte Empfängern von Hartz-IV-Leistungen und Familien mit geringem Einkommen eine „Einmalige Beihilfe zur Einschulung“ von mindestens 200 Euro gewährt werden. Dass allen Kindern ein guter Start in das Schulleben gelingen möge, das hoffen alle Beteiligten an dieser Aktion. Freude an der Schule und der unbürokratische Zugang zu sozialer und gesellschaftlicher Bildung und Teilhabe dieser von Armut bedrohten Kinder ist ein wesentlicher Baustein, um langfristig und zukünftig Armut zu bekämpfen.

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