Kirchberg Die Gemeinde bleibt bis 2021 schuldenfrei

Von
Für die Erweiterung des Spielplatzes im Baugebiet Rappenberg Foto: Archiv

Kirchberg -

Die Gemeinde Kirchberg steht auf finanziell soliden Beinen. Bei der Vorstellung des Haushalts für das Jahr 2018 in der Gemeinderatssitzung vom Donnerstag sagte der Kämmerer Christian Nobis: „Wir bleiben schuldenfrei bis 2021.“ Momentan befinde sich in der Kasse ein Überschuss von 1,3 Millionen Euro. Wenn das so bleibe, wäre das die zweithöchste Zuführungsrate in der Geschichte der Gemeinde – die höchste habe man im Jahr 2008 mit 1,4 Millionen Euro verzeichnet.

Zum Ende dieses Jahres seien etwa 2,9 Millionen Euro liquide Mittel in der Kasse, bis zum Ende des Jahres 2018 kalkuliere man mit weiteren 1,9 Millionen, bis 2020/21 mit über fünf Millionen.

Einer der Gründe für die gute Finanzlage ist die „rasant nach oben gegangene“ Einkommenssteuer, so der Kämmerer weiter. Nach der jüngsten Steuerschätzung vom November rechnet man hier für das kommende Jahr mit einem Plus von rund 240 000 Euro gegenüber dem Jahr 2017, insgesamt mit etwa 2,5 Millionen. Vorsichtig kalkuliert habe man die Gewerbesteuer mit knapp über einer Million Euro, führte Nobis weiter aus. Ein weiterer dicker Batzen, der das Gemeindesäckel füllt, sind die erwarteten Gewinne aus dem Verkauf der Grundstücke im Neubaugebiet Berg. Hier erwartet die Verwaltung Einnahmen in Höhe von mehr als 2,25 Millionen Euro.

Was die Ausgabenseite betrifft, so sei die Kinderbetreuung nach wie vor der größte Posten im Haushalt, sagte Nobis, vor allem wegen der Personalkosten, die mehr als die Hälfte der Personalausgaben der Gemeinde ausmachten. Für das Jahr 2018 rechnet die Gemeinde mit einem Anstieg um 205 300 Euro gegenüber 2017. Zum Januar 2018 wird, wie berichtet, eine Kleingruppe in der Kindertagesstätte Pfarrgartenstraße eingerichtet. Je nach den Kinderzahlen rechnet man damit, dass diese Gruppe eventuell zu einer normalen Gruppe aufgestockt werden muss. Auch im Bauhof wurde mehr Personal eingestellt. Für Anschaffungen hat man im Haushalt des nächsten Jahres insgesamt 738 000 Euro eingestellt. Dazu gehören der Kauf eines Mannschaftstransportwagens für die Feuerwehr, die Ersatzbeschaffung von Bauhoffahrzeug und Salzsilo, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik, der Erwerb von Urnenstelen für den Friedhof und die Erweiterung des Spielplatzes im Baugebiet Rappenberg. Letzteres, erklärte Bürgermeister Frank Hornek auf Nachfrage eines Gemeinderates, sei aber vorerst noch eine reine Phantasiezahl.

Artikel bewerten
1
loading