Kirchberg Die Abrissarbeiten laufen

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Die Abrissarbeiten gehen voran, wie man sieht. Foto: Werner Kuhnle

Kirchberg -

Die Baustelle mitten im Ort ist nicht zu übersehen: Auf dem Grundstück der Kirchberger Firma Erwin Renz Metallwarenfabrik GmbH & Co KG wird aktuell zwischen Bergstraße und Schulstraße das ehemalige Betriebsgebäude, das sogenannte Werk 1, abgerissen. Die Firma Renz ist mittlerweile weltweit bekannt für ihre Brief- und Paketkastenanlagen.

Zurzeit laufe auf dem rund 10 000 Quadratmeter großen Grundstück die dritte Phase des gesamten Vorhabens, erläutert Martin Ebinger, Prokurist im Hause Renz. Es würden zurzeit mit maschinellem Abbruch die stehenden Gebäude abgerissen, dann die Bodenplatte mittendrin und anschließend Böschungen und Flächen hergestellt, die vor allem der Optik dienen sollen. „Bis zum ersten Advent wollen wir diese Phase abschließen“, erklärt er auf Nachfrage. „Wir liegen zeitlich ganz gut, die Witterung kam uns bisher zu pass.“ Ob das Wetter auf Dauer mitspiele, könne natürlich niemand vorhersehen. Abgeschlossen sei der Abriss, wenn man eine geräumte und planierte Fläche vor sich habe.

„Begonnen haben die Arbeiten damit, dass Mitte August ein Bauzaun errichtet wurde, und in einer ersten Phase das Gebäude geräumt und alles entsorgt worden ist“, informiert der Prokurist weiter.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde werde dann im nächsten Jahr damit begonnen, ein Konzept für eine sinnvolle Nutzung des großen Geländes zu erarbeiten. „Aufgrund der Örtlichkeit bietet sich hier natürlich eher eine Wohnbebauung an“, sagt Ebinger weiter. Schließlich befinde sich das Gelände jetzt mitten im Ortskern von Kirchberg. Das sei damals beim Bau des ersten Werkes im Jahr 1952 noch nicht so gewesen, berichtet er. Immer weiter ist die Firma damals vom Ortsrand in die Mitte gerückt, weil immer mehr Häuser darum herum gebaut wurden. Der Firmengründer Erwin Renz hat diese erste Fertigungshalle für seine damals 35 Mitarbeiter erbaut. Und seit im Jahr 1973 die Firma Renz in das neue Werk 2 am Ortsrand umgezogen war, stand das große Gebäude leer und sei zum Großteil lediglich als Lagerfläche genutzt worden – zum einen vom Betrieb selbst, als auch von externen Mietern.

„Als vor sechs Jahren das neue Österreichische Postgesetz in Kraft trat, und wir in kürzester Zeit etwa eine Million Briefkästen zu fertigen hatten, waren wir froh, dass sich ein Mitarbeiter an den alten Briefkastenautomaten im Werk 1 erinnerte“, erzählt Ebinger weiter. Dieser sei dann erneut in Betrieb genommen worden, da er genau das gewünschte Maß habe fertigen können.

Für die weitere Vorgehensweise gebe es noch keinen fixen Terminplan, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde werde im nächsten Schritt eine Folgenutzungskonzeption erarbeitet. Dazu sagt auch Bürgermeister Frank Hornek auf Anfrage: „Es muss geprüft werden, ob eine Bebauungsplanänderung erforderlich ist, wenn das Grundstück tendenziell nicht mehr gewerblich, sondern eher wohnlich genutzt werden soll.“

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