Kirchberg/Benningen Bei Einkaufsmarkt stehen die Zeichen auf Grün

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Der ehemalige Edeka-Markt in Kirchberg ist seit August verwaist. In einigen Monaten soll aber wieder Leben in das Gebäude einkehren. Foto: Archiv (KS-Images.de)

Kirchberg/Benningen - Im November hatte sich bereits abgezeichnet, dass der seit Monaten brachliegende Supermarkt in Kirchberg wiederbelebt werden soll. Die Gespräche zwischen einem möglichen Betreiber und dem Eigentümer der Immobilie befänden sich auf der Zielgeraden, gab damals der Bürgermeister Frank Hornek zu Protokoll (wir berichteten). Der Mietvertrag sei zwar nach seinen letzten Informationen auch jetzt noch nicht unterschrieben, erklärte Frank Hornek gestern Morgen. Er habe aber vom Eigentümer gehört, dass das Ganze bald in trockenen Tüchern sein soll. Ziel sei, dass der Supermarkt noch vor der Sommerpause seine Pforten wieder öffnet.

Unter wessen Oberhoheit die Waren dann verkauft werden, will Frank Hornek jedoch noch nicht preisgeben. Nur eines ist sicher: Die Firma Edeka, die in dem Laden bis zum Aus im August am Ruder war, wird es nicht sein. „Die wollten ebenso wie der Pächter nicht mehr weitermachen“, stellt Frank Hornek fest. Letzterer sei auch in den Ruhestand gegangen. Nina Schneider, stellvertretende Pressesprecherin von Edeka Südwest, erklärt zum Stand der Dinge in Kirchberg, dass das Unternehmen dort „aktuell mit keinem Projekt aktiv“ ist. Was nicht ist, kann aber noch werden. Grundsätzlich sei man nämlich „an neuen Standorten vor Ort interessiert“.

Während also noch ungewiss ist, ob Penny, Netto, Rewe oder ein anderer der üblichen Verdächtigen aus der Branche das Zepter übernimmt, steht fest, dass der Markt nach einer Neueröffnung in neuem Gewand daherkommen würde. Im Rathaus ist nämlich inzwischen ein Baugesuch eingereicht worden, das am nächsten Donnerstag im Gemeinderat behandelt werden soll. Demnach soll der Markt erweitert werden, berichtet der Bürgermeister. Angestrebt werde eine Ausdehnung der Verkaufsfläche um rund 200 Quadratmeter. Dieses Ziel solle teilweise über die Umnutzung von Nebenräumen erreicht werden, teilweise aber auch über einen rund sechs Meter langen Anbau in Richtung der Straße. Darüber hinaus sei ein weiterer Anbau für einen Backshop anvisiert, erklärt Frank Hornek. Auch dieser neue Trakt solle vom Eingang gesehen links entstehen.

Wird am Ende tatsächlich alles so umgesetzt, würde sich der Kirchberger Bürgermeister glücklich schätzen. „Der Markt würde dadurch ein moderneres Erscheinungsbild bekommen. Das ist ein positives Signal“, sagt er. Aber auch abgesehen von den Erweiterungsplänen wäre er „natürlich froh, wenn es mit dem Einkaufsmarkt weitergeht“, betont Frank Hornek. Schließlich handele es sich sich um den einzigen Supermarkt im Ort. Die gewünschte Ausdehnung der Verkaufsfläche wird auch nicht am Veto des Verbands Region Stuttgart scheitern. Dort müsse das Projekt nicht mehr vorgelegt werden, sagt Frank Hornek. Er erinnert daran, dass vor Jahren schon einmal eine Expansion angedacht war. Seinerzeit ging es sogar um zehn Meter. Ein Ansinnen, das damals durchgewunken worden sei.

Keine Einwände hatten die Verantwortlichen in der Landeshauptstadt auch gegen die Edeka-Erweiterung um rund 300 Quadratmeter in Benningen. Das Vorhaben sollte eigentlich auch schon Mitte vergangenen Jahres beginnen – was jedoch nicht der Fall war. „Mein letzter Stand war, dass es nun im Frühjahr 2018 losgehen soll“, sagt der Benninger Bürgermeister Klaus Warthon. Vom Gemeinderat wurde das Baugesuch schon beraten und abgesegnet. „Die Baugenehmigung ist erteilt“, bestätigt Nina Schneider. „Mit dem Baubeginn rechnen wir voraussichtlich im März/April“, fügt die Pressesprecherin von Edeka hinzu. Geplant sei nicht nur die Erweiterung um 300 Quadratmeter, sondern auch eine „komplette Modernisierung des Marktes“. Der Umbau solle überwiegend während des laufenden Betriebs über die Bühne gehen.

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